zur Navigation springen

Ostholsteiner Anzeiger

10. Dezember 2016 | 05:57 Uhr

Ausgleichsflächen: Qualität statt Fläche ist das Ziel

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Neues bahnt sich beim System des Flächenausgleiches, der bei Eingriffen in die Landschaft vorgeschrieben ist, in Ostholstein an: Die Aktivregion Schwentine-Holsteinische Schweiz hat Donnerstag die finanzielle Unterstützung eines „Ausgleichskonzeptes für den Kreis Ostholstein“ bewilligt. Die beiden anderen Aktivregionen im Kreis, Wagrien und Lübecker Bucht, hatten diesem Projekt bereits zugestimmt, deshalb kann die Untere Naturschutzbehörde (UNB) an die Umsetzung gehen.

In der Praxis heißt das, wie Fachdienstleiter Joachim Siebrecht in einer Vorstandssitzung in Malente erläuterte, die Einstellung einer Kraft, die als „Ausgleichsmanager“ tätig wird. Dabei gehe es um die Umsetzung einer Idee, die über den gesetzlichen Auftrag der Behörden hinausgehe. Deshalb wurde für die Projektkosten eine externe Finanzierung gesucht, zu der die drei Aktivregionen in gleichen Teilen 60  000 Euro beitragen wollen.

Durch Hinterlandanbindung des Belttunnels und den Bau der neuen Ostseeküstenleitung werde es im Kreis einen erheblichen Bedarf an Ausgleichsflächen geben, sagte Siebrecht. Mit einem intelligenten Ausgleichskonzept solle vermieden werden, dass einfach nur Flächen aus der Bewirtschaftung genommen und sich selbst überlassen werden. Stattdessen könnte Geld in hochwertige Projekte ohne „Flächenfraß“ investiert werden.

Siebrecht nannte ein Beispiel: Im Dodauer Forst werden zwei Naturschutzflächen durch die Bundesstraße 76 getrennt, es gebe nur einen Tunnel für Otter. Wenn man dort eine Brücke baute, könnte für alle Tierarten eine Verbindung zwischen beiden Gebieten entstehen.

zur Startseite

von
erstellt am 22.Jul.2016 | 11:36 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen