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Ostholsteiner Anzeiger

05. Dezember 2016 | 01:36 Uhr

Ausbau der Bismarckstraße „unumgänglich“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Ihr Ziel haben die Anlieger der Bismarckstraße zwar erreicht: Die Gemeinde hat die ungeliebten Platanen nach jahrelangem Streit absägen lassen. Doch nun beginnt der Kampf um die Neugestaltung der Straße und die damit verbundene Kostenbeteiligung der Anlieger.

Die Mitglieder des Planungsausschusses zuckten angesichts des zu erwartenden Widerstands schon mal zurück und stutzten die Vorlage der Verwaltung zurecht, bevor sie ihr zustimmten. Ein Planungsbüro soll vorerst nur mit drei Leistungsphasen (Grundlagenermittlung, Vorplanung, Entwurfsplanung) beauftragt werden. Vor weiteren Planungsschritten (Genehmigungsplanung, Ausführungsplanung) sollen erst die Anlieger über den Stand der Dinge informiert werden.

Eines stellte Ausschussvorsitzender Klaus Schützler (CDU) jedoch klar: „Wir kommen um einen Ausbau nicht herum.“ Denn durch die erforderliche Erneuerung von Leitungen werde die Oberfläche der Gehwege und der Fahrbahn zum größten Teil zerstört, hatte Bauamtsmitarbeiter Karlheinz Spindler zuvor erläutert. Daher will das Bauamt die Straße ausbauen und mit einem breiten gepflasterten Gehweg zur Unterbringung der Versorgungsleitungen, einer asphaltierten Straße sowie einer Seite mit Baumscheiben, schmalem Gehweg und Parkbuchten versehen. Derzeit sei der Asphalt so dünn, dass man gar nicht von einer Straße sprechen könne, so Spindler. Zudem müsse die Brücke über die Schwentine saniert oder erneuert werden.

Nicht durchsetzen konnte sich SPD-Fraktionschef Jürgen Redepenning mit dem Vorschlag, vor einer Planung eine Bürgeranhörung zu veranstalten. Das lehnte Bürgermeister Michael Koch ab: „Ich kann erst dann mit dem Bürger sprechen, wenn ich weiß, in welche Richtung es gehen soll.“

Wie hoch die Kosten für die Anlieger sein werden, vermochte Koch nicht zu sagen. Ein Blick in die Straßenbaubeitragssatzung lässt vermuten, dass der Anliegeranteil 50 (Haupterschließungsstraße) oder 70 Prozent (Anliegerstraße) betragen dürfte. Ingo Wagner von der Interessengemeinschaft platanengeschädigter Bürger erinnerte in einem Schreiben schon einmal daran, dass ein Großteil der Anwohner es schon vor Jahren schriftlich abgelehnt habe, Kosten für Erneuerungsarbeiten zu übernehmen, die durch die Platanen verursacht würden.

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erstellt am 18.Mai.2016 | 16:24 Uhr

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