zur Navigation springen

Ostholsteiner Anzeiger

05. Dezember 2016 | 15:38 Uhr

Aug’ in Aug’ mit Gianluigi Buffon

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Eutin-08-Spieler Yannik Marschner fuhr zur Fußball-EM nach Frankreich und erlebte die beiden letzten Spiele der deutschen Kicker

Diese Fußball-Europameisterschaft wird einem Spieler von Eutin 08 in ganz besonderer Erinnerung bleiben. Yannik Marschner war live dabei, als Deutschland
im Elfmeter-Krimi gegen Italien gewann und im Halbfinale gegen Frankreich ausschied. „Das waren unvergessliche Erlebnisse“, berichtet Marschner nach seiner Rückkehr.

Bereits vor zwei Jahren nach der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien beschlossen Marschner und drei Freunde, den Trip nach Frankreich zu unternehmen. Monatlich wurde ein Betrag für dieses Erlebnis gespart. Am 29. Juni machte sich das fußball-verrückte Quartett mit einem gemieteten Wohnmobil auf den Weg. Die erste Station hieß Lille. Sie besaßen Karten für das Spiel Wales gegen Belgien. „Aber die Tickets haben wir am Spieltag verkauft und damit vier Waliser glücklich gemacht. Wir haben das Spiel dann beim Public Viewing verfolgt“, berichtet Yannik Marschner.

Weiter ging die Reise nach Bordeaux, wo das Quartett auf dem vom DFB empfohlenen Campingplatz logierte. „Der ganze Platz war voller Deutscher, aber auch einige Italiener waren da. Und wir hatten es nur einen Kilometer bis zum Stadion. Wir hatten schon beim Hinweg Gänsehaut und die hielt ein paar Stunden an“, sagt Marschner mit leuchtenden Augen. Die kleine Reisegruppe hatte Glück mit den Karten, denn sie saßen nur wenige Meter vom Spielfeldrand entfernt. Genau auf der Seite, wo das legendäre Elfmeterschießen stattfand. „Da stand Gianluigi Buffon zum Greifen nah bei uns und schaute uns an, weil er seinem Schützen nicht zusehen wollte. Und als Jonas Hector seinen Elfer verwandelt hatte, war die Hölle los. Eigentlich wollten wir nach dem Spiel noch in die Stadt, aber wir waren von der Dramatik so geflasht, dass wir erst einmal runterkommen mussten. Das waren Emotionen pur“, lacht Marschner.

Zum Abschluss fuhren die vier Fußballfans zum Halbfinale nach Marseille. „Die Stimmung im Stadion war gigantisch. Aber leider war das Resultat nicht so toll.“ Dennoch wurde nach dem Schlusspfiff gemeinsam gefeiert. „Wir haben überall nur positive Erfahrungen mit anderen Fans gemacht. Das war in jeder Stadt reine Partystimmung. Von Krawallen nicht die geringste Spur. Egal, ob es Italiener oder Waliser waren. Und besonders hilfsbereit waren die Franzosen“, berichtet Marschner.

Einen Tag vor dem Endspiel ging es wieder nach Hause. Rund 24 Stunden dauerte die Rückfahrt, insgesamt hat das Quartett 4000 Kilometer zurückgelegt. „Der Spaß hat jeden etwa 1500 Euro gekostet, war aber jeden Cent wert. Wir haben die Emotionen regelrecht eingesogen.“ Die vier EM-Fahrer wollen eine solche Tour unbedingt wiederholen. Aber die Weltmeisterschaft in Russland soll es nicht sein. „Und Camping muss es auch nicht wieder sein. Das war doch nicht so unser Ding“, lacht Yannik Marschner, für den in dieser Woche wieder der Trainingsalltag bei Eutin 08 begonnen hat.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 13.Jul.2016 | 14:45 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen