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Ostholsteiner Anzeiger

08. Dezember 2016 | 19:23 Uhr

Eutin : „Auftrag erfüllt“ – Aufklärer zurück

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Das Eutiner Aufklärerbataillon 6 „Holstein“ hat seine Auslandseinsätze unbeschadet beendet. Gestern war Rückkehrerappell.

Die Erleichterung war deutlich spürbar: Ohne große Zwischenfälle haben die Soldaten des Aufklärungsbataillon 6 „Holstein“ ihre Auslandseinsätze in Mali, dem Kosovo und in Afghanistan absolviert. Gestern beim Rückkehrerappell in der Rettberg-Kaserne kam der Umstand, dass keine Eutiner Soldaten ernsthaft verletzt oder getötet wurde, mehrfach zum Ausdruck.

Der Kommandeur des Aufklärungsbataillons 6 „Holstein“, Oberstleutnant Alexander Radü, blickte in seiner Rede vor den angetretenen Kompanien auf das ereignisreiche Jahr zurück. Das Gro der Soldaten war von April bis Ende September in Mali im Einsatz gewesen, hatte dort das mit 1000 Mann belegte Feldlager in Gao zu schützen und Aufklärungsergebnisse zu liefern. In Eutin hielt während der Abwesenheit des Großteils des Bataillons „eine tapfere und unerschütterliche Truppe im Heimatstandort die Fahne hoch“, so Radü und lobte die Arbeit aller seiner Soldaten.

Der Chef der Eutiner Aufklärer blickte auch auf das kommende Jahr. „Wir werden weiter das Ziel verfolgen, einen modernen Verband des militärischen Nachrichtenwesens zu formen“, beschrieb Radü die Ziele für 2017.

Anfang Januar kehrt das Bataillon aus der Weihnachtsruhe zurück, beginnt wieder mit Ausbildung und Training. Neue Einsatzziele stehen noch nicht fest.

Eutins Bürgermeister Carsten Behnk (Foto re.) begrüßte die Soldaten zurück in der Heimat und war froh, dass „alle heil und gesund zurückgekehrt sind“. Nun sei Zeit für Regeneration und gemeinsame Treffen. Behnk hoffte weiterhin, dass für die Soldaten nach den Einsätzen nun „ein stückweit Normalität“ zurückkehrt.

Vielleicht auch deshalb war im Anschluss an den Appell Zeit für die Familien und Gäste: Mit dem „Husarenbiwak“ klang die Rückkehrfeier am Nachmittag gemütlich im Kasernengelände aus.

Vorbei sind die Auslandseinsätze nicht. „Jetzt kommt der Einsatz nach dem Einsatz“, sagte Militärpfarrer Jan Weihmann (Foto re.) zu den angetretenen Soldaten. Der eine müsse das Erlebte noch sortieren, während der andere bereits in den Alltag gestartet sei. Anzeichen für Posttraumatische Belastungsstörungen bei den Soldaten gebe es aber zurzeit nicht, sagte Presseoffizier Moritz Unkel auf OHA-Nachfrage. Der Einsatz ist aber auch so noch nicht zu Ende: Zwölf Mann sind noch im Kosovo, einer noch in Afghanistan. Während letzterer in wenigen Tagen nach Eutin zurückkehrt, wird das Dutzend erst Ende Januar wieder zu den Kameraden stoßen.

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erstellt am 18.Nov.2016 | 15:38 Uhr

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