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Ostholsteiner Anzeiger

08. Dezember 2016 | 01:16 Uhr

Landesgertenschau Eutin : Auf Stippvisite bei den Aqua-Agenten

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Bei ihrem Besuch einer „Plietsch grün“-Schülergruppe lernte Sozialministerin Kristin Alheit selbst dazu.

„Was? So viel?“ Kristin Alheit konnte es nicht so recht fassen. Gemeinsam mit Grundschülern hatte die Landesministerin für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung gerätselt, wie viel Wasser für die Produktion einer Kinderjeans benötigt werde. Die Antwort – 6000 Liter – verblüffte Alheit: „Dass dafür viel Wasser benötigt wird, wusste ich, aber so viel?“

Nach der gestrigen Kabinettssitzung in Eutin nutzte die Sozialministerin ihren Besuch auf dem Gelände der Landesgartenschau (LGS), um sich vor Ort ein Bild vom LGS-Projekt „Plietsch grün“ zu machen. Im Küchengarten – einem von vier „Plietsch grün“-Standorten – hatte die 4b der Grundschule Stapelfeld sich als Aqua-Agenten gerade auf Wasser-Erforschungsmission begeben. Dafür beantworteten die Neun- und Zehnjährigen unter anderem Fragen zum Wasserverbrauch. Die Antworten waren nicht nur für Kristin Alheit überraschend.

Das von der Sparkassen-Stiftung Ostholstein geförderte Projekt „Plietsch grün“ erfülle ihn mit Stolz, erklärte Jörg Schumacher. Der Geschäftsführer der Stiftungen Sparkasse Holstein fasste zusammen: „Vor zwei Jahren haben wir zusammen gesessen und überlegt, wie unser nachhaltiges Bildungsangebot aussehen soll. Jetzt haben wir ein tolles Programm auf die Beine gestellt, von dem alle Schulen und Kindergärten begeistert sind.“ Auch nach der LGS, kündigte Schumacher an, werde gemeinsam mit der Stadt Eutin und dem Bildungszentrum für Natur, Umwelt und ländliche Räume ein außerschulischer Lernort auf dem Gelände fortgeführt. „Wir hoffen, dass Kindergärten und Schulen aus dem ganzen Land teilnehmen“, so Schumacher.

„Plietsch grün“-Leiterin Stefanie Hönig bestätigte die positive Resonanz des Projektes Kindergärten und Schulklassen: „Wir haben ein sehr breites Angebot mit Themen wie Wasser, Wildinsekten oder Ernährung. Das Programm wird unterschiedlichen Bedürfnissen und Interessen gerecht.“ Die Sommerferien seien eine gute Gelegenheit gerade für Kindertagesstätten, um sich für „Plietsch grün“ anzumelden, sagte Hönig. „Da ist die Bahn frei, weil sich keine Schulklassen anmelden und es gibt ein Sommerprogramm.“

Kristin Alheit zeigte sich begeistert vom Bildungskonzept unter freiem Himmel:
„Es ist lebensnah und das Lernen findet im Miteinander und in einer schönen Kommunikation statt.“ Als positive Entwicklung betrachte sie auch, dass die Kita als Bildungseinrichtung endlich in den Köpfen der Menschen angekommen sei „und es hier so schön gelebt wird“, lobte Kristin Alheit.

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erstellt am 30.Jun.2016 | 04:00 Uhr

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