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Ostholsteiner Anzeiger

09. Dezember 2016 | 08:43 Uhr

Angestellter hat Ersatzteile für 30 000 Euro unterschlagen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Eine Art Selbstbedienungsmentalität hatte ein 30-jähriger Lübecker an seinem Arbeitsplatz in einem Kfz-Betrieb in Ostholstein entwickelt. Ersatzteile in einem Gesamtwert von 30  000 Euro hatte der gelernte Kfz-Mechatroniker nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft zwischen 2011 und 2015 seinem Arbeitgeber entwendet. Die Quittung bekam er vom Amtsgericht Eutin, wo er sich wegen gewerbsmäßigen Diebstahls verantworten musste: Ein Jahr und sechs Monate Freiheitsstrafe verkündete Richter Otto Witt. Eine günstige Sozialprognose erlaubte es dem Gericht, die Strafe zur Bewährung auszusetzen, außerdem muss er eine Geldbuße von 500 Euro an eine Kinderhilfsorganisation zahlen. Ersatzteile vom Dichtring bis zur Schiebetür ließ der geständige Angeklagte aus dem Lager seines Arbeitgebers, das er eigenverantwortlich verwaltete, verschwinden. Schnell hatte er erkannt, wie sich die EDV-Anlage entsprechend manipulieren ließ – vier Jahre blieb sein Handeln unentdeckt.

Mangelnde Kontrolle und der Umstand, an den Wochenenden oft allein im Betrieb gewesen zu sein, hätten seinem Mandanten die Manipulationen erleichtert, so der Verteidiger des Angeklagten, der damit für eine mildere Strafe für seinen Mandanten warb.

Ein schwerer Vertrauensbruch, so Richter Otto Witt in seiner Urteilsbegründung, sei dem bis dahin nicht vorbestraften Angeklagten vorzuwerfen. Schamlos habe er das Vertrauen seines Arbeitgebers zur Selbstbereicherung genutzt. Offensichtlich erleichtert nahm der Verurteilte das Strafmaß an – erlaubt es ihm doch, einer zwischenzeitlich gefundenen neuen Beschäftigung weiter nachzugehen.


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erstellt am 15.Jul.2016 | 11:27 Uhr

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