zur Navigation springen

Ostholsteiner Anzeiger

06. Dezember 2016 | 22:58 Uhr

Aktion: Mit einem Stern Gutes tun

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Angela Metzler fertigte 500 Sterne, die zu Gunsten der Krebshilfe verkauft werden

Unternehmerin Angela Metzler hat sich zwei Jahre nach ihrer erfolgreichen Sterntaler-Aktion etwas Neues einfallen lassen: Ab sofort gibt es in 17 teilnehmenden Geschäften der Innenstadt einen liebevoll gestalteten Keramikstern mit einem von Hand entworfenen und beklebten Sterntaler für fünf Euro inklusive irischem Segensspruch zu kaufen. „Das Geld geht direkt an den Verein zur Hilfe Krebskranker Ostholstein“, sagt Metzler vom Mattiehaus.

500 Sterne hat sie beklebt und im Team verpackt. „All das ist nur möglich, weil so viele helfende Hände mitmachen und die Aktion unterstützen“, freut sich Metzler. Finanziell unterstützt wurde Metzler mit ihrer Aktion von der Bürgerstiftung. Die Aufkleber und Plakate hat das Foliencenter Eutin spendiert.

Der Verein zur Hilfe Krebskranker unterstützt ehrenamtlich, wenn Menschen durch Krebs in Schieflage geraten. „Und das ist häufiger der Fall als man denkt“, sagt Carola Komp vom Vorstand. So sei zum Beispiel die Kinderbetreuung von der Krankenkasse abgelehnt worden, die eine junge Frau beantragt hatte, um ihre Kinder während ihrer Chemotherapie gut beaufsichtigt zu wissen. Die Frau war alleinerziehend und an Brustkrebs erkrankt. Sie könne die Kinder ja mitnehmen, hieß es. „Das geht natürlich gar nicht“, so Komp. Oder in einem anderen Fall habe eine Frau rund 40 Kilogramm abgenommen durch die Erkrankung und als Hartz-IV-Empfängerin kein Geld gehabt, sich neue Kleidung kaufen zu können. „Auch da helfen wir“, sagt sie. Der Verein hilft in Rechtsfragen und macht auch Betreuung durch eine Psychoonkologin möglich. Das Herzstück des Vereins sei aber neben all dem Engagement das Büro in der onkologischen Tagesklinik, in dem sie zweimal wöchentlich (Dienstag und Freitag von 9 bis 11 Uhr) die Beratung rund um die Krebserkrankung – von der Kinderbetreuung bis zur Antragsstellung – durchführt. „Die Menschen können direkt nach der Diagnose zu uns kommen, wir helfen weiter. Krebs, da denken die meisten ja immer nur, ‚das passiert anderen‘, wenn es einen dann doch trifft, sind wir da“, sagt Johannes Schmidt vom Verein.

zur Startseite

von
erstellt am 23.Nov.2016 | 00:04 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen