zur Navigation springen

Ostholsteiner Anzeiger

11. Dezember 2016 | 14:53 Uhr

200 Menschen dinieren für den guten Zweck

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Rotary Club Eutin lud am Sonnabend zum „Dîner en blanc“ auf den Marktplatz. Die Einnahmen sollen der Tafel zu Gute kommen

Man könnte meinen, dass die Essensauswahl bei einem „Dîner en blanc“ ziemlich eingeschränkt ist. Immerhin tragen bei einem solchen Dîner alle Teilnehmer weiße Kleidung. Und deshalb sollte auf kleckernde, tropfende, spritzende Lebensmittel besser verzichtet werden – und natürlich auf rote Speisen. Trotzdem war beim ersten „Dîner en blanc“ des Rotary Club Eutin auf dem Eutiner Markt am Sonnabend an kaum einem der Tische noch ein freier Platz zu finden. Besonders Mutige hatten sogar Gulaschsuppe dabei – und sich große weiße Servietten in den Kragen gesteckt. Die Erlöse des Abends, der unter dem Motto „Tafeln für die Tafeln“ stand, gehen an die Eutiner Tafel.

Rund 200 Teilnehmer waren zum Dîner gekommen und bis auf die ein oder andere rosa- oder beigefarbene Ausnahme waren auch alle dem Dresscode gefolgt. „Es ist erstaunlich, was man alles noch an weißer Kleidung zusammentragen kann“, sagte Helga Kiel. Sie war mit Ehemann Helmut Landsiedel und dem befreundeten Ehepaar Jürgen und Gabriele Fechner extra aus Kiel gekommen und hatte bereits Erfahrung mit solchen Veranstaltungen. Bereits mehrfach hatte das Ehepaar am White-Dinner in der Holtenauer Straße teilgenommen. Und so wussten beide genau, was bei einem solchen Picknick auf den Tisch kommt: Neben Brot, Käse, Erdbeeren, Antipasti und Minifrikadellen auch ein silberner Kerzenständer – allerdings mit roten Kerzen. „Da war ich pragmatisch, die waren da schon drin“, bekannte der frühere Eutiner Schulleiter Landsiedel. Obwohl er inzwischen in Kiel wohnt, sei er als Eutiner Rotarier gerne gekommen, fügte er hinzu. Es sei die besondere Stimmung eines solchen gemeinsamen Picknicks, die ihn anzog. „Wir machen auch mit unseren Kindern oft Picknick.“

Während die Dinnergäste ihr Essen selbst mitbringen mussten, hatte der Rotary Club für Tische und Bänke, weiße Tischwäsche und Blumen gesorgt. Ursprünglich sei überlegt worden, die Veranstaltung auf dem Gelände der Gartenschau zu machen, erklärte Pastpräsident Günter Lührs. Doch dort hätte das Essen des Caterers verzehrt werden müssen. Lührs hatte sich selbst übrigens nichts mitgebracht. „Ich hoffe, dass ich an dem ein oder anderen Tisch etwas abbekomme.“ Eingekauft hatte er für das Dîner aber trotzdem: „Hose und Schuhe habe ich extra für diesen Abend gekauft.“

zur Startseite

von
erstellt am 11.Jul.2016 | 15:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen