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Ostholsteiner Anzeiger

04. Dezember 2016 | 17:25 Uhr

16.Diekseelauf: Der Weg ist das Ziel

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Veranstalter waren zufrieden, das Wetter hielt / Mehr als 300 Teilnehmer, darunter auch Urlauber, starteten an der Diekseepromenade

Mehr als 300 Sportler zwischen fünf und 78 Jahren gingen gestern beim 16. Diekseelauf in insgesamt vier Wettbewerben an den Start. Mehr als 200 Teilnehmer starteten beim Diekseelauf über 11,5 Kilometer um 10 Uhr an der Promenade.

Nur knappe 39 Minuten später erreichte Claudius Michalak (31) als erster das Ziel. Der Segeberger musste nur kurz verschnaufen. „Ich wollte nur einmal testen, wie gut mein Körper schon regeneriert ist und wie leistungsfähig ich noch bin“, sagte der 31-Jährige. Erst vor einer Woche sei er Marathon gelaufen. Und welcher Lauf kommt als nächstes? Michalak mit einem Grinsen: „Jetzt mach’ ich erstmal die empfohlenen zwei Wochen Pause, denke ich.“

Für Robert Juskowiak war es gestern der 14. Diekseelauf. Der älteste Teilnehmer mit 78 Jahren bewältigte den Jedermannlauf über fünf Kilometer in knapp 42 Minuten. „Das ist das, was für mich drin ist“, sagte der langjährige Läufer über seine Zeit beim Griff nach dem Wasserbecher. Juskowiak hatte eigentlich geplant mit seiner 80-jährigen Frau Maria zu starten, doch ihr Rücken habe das nicht zugelassen. Er selbst laufe seit mehr als 40 Jahren, trainiere im Schnitt ein bis drei Mal pro Woche. Warum? „Weil es mir einfach Spaß macht“, sagte Robert Juskowiak, der bis zum Ruhestand als Schwimmeister im Eutiner Elisabeth-Krankenhaus gearbeitet hat.

Die schönsten Szenen spielten sich beim Kinderlauf über 600 Meter ab, bei dem rund 25 Kinder an den Start gegangen sind. Anna Greve (5) ist als Jüngste gestartet gemeinsam mit ihrem Bruder Luis (7). Doch weil der große Bruder schneller im Ziel war, unterstützte der Vater rennenderweise die tapfere Kämpferin auf der Zielgeraden. „Wir waren zum ersten Mal dabei und es hat Spaß gemacht“, war sich die Kieler Familie einig. Sieger des Kinderlaufs war Nils Dernbach aus Bischofsheim in der Rhön. Der Zehnjährige las von dem Lauf während seines Urlaubs. „Und da haben wir ihn einfach angemeldet“, sagte der Vater. „Die Laufzeit ist uns völlig egal, Hauptsache erster“, fügte er noch hinzu und lobte seinen Sohn.

Die weiteste Anreise, so vermutete Reinhard Schröder, Vorsitzender des Veranstalters TSV Malente, hatte eine Gruppe aus Norwegen. „Und eine Meldeadresse aus New York hatten wir auch dabei, aber ob das auch ein New Yorker war?“, warf ein Vereinsmitglied ein. Das blieb gestern offen. Wichtig ist aber, so Schröder, dass sich der Lauf immer größerer Beliebtheit erfreut und so aus einer kleinen Vereinsidee nun schon Tradition an der Diekseepromenade geworden ist.


Alle Ergebnisse unter www.diekseelauf.de

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erstellt am 15.Aug.2016 | 00:33 Uhr

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