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Ostholsteiner Anzeiger

05. Dezember 2016 | 19:40 Uhr

100 000 Euro für reine Atemluft

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die Holzwerkstätten der Beruflichen Schule in Eutin haben eine neue Absauganlage bekommen / Neu: Holzabfälle werden zu Brikett

Es ist eine der Investitionen, die kaum zu sehen, aber sehr effektiv sind: Rund 100  000 Euro hat eine Absauganlage für die Holzwerkstätten der Tischler und Zimmerer in der Beruflichen Schule in Eutin gekostet. Sie sorgt nicht nur für eine deutlich bessere Luft, wie Fachlehrer Christoph Marx versichert, sondern presst auch Sägemehl und Hobelspäne zu Brikett.

Nach 23 Jahren reichte die Leistung der vorhandenen Absauganlage nicht mehr, schilderte gestern bei einem Pressetermin Thorsten Roth. Er leitet die Außenstelle der Schule in der Holstenstraße, in der neben Tischlern und Zimmerern auch Maler und Maurer sowohl praktisch wie theoretisch unterrichtet werden.

Rund 85  000 Euro habe allein die Absauganlage gekostet, die an den Maschinen sowohl bei den Tischlern als auch bei den Zimmerleuten sowie in einem separaten Schleifraum das Holzmehl und die Späne absaugt. Weitere 15  000 Euro seien für Abbau der alten Anlage und Installation der neuen ausgegeben worden, wobei nach Auskunft von Schulleiter Carsten Ingwertsen-Martensen allein eine neue Stromversorgung rund 8000 Euro gekostet hat.

Die Verarbeitung des losen Materials, das mit 305 bar Druck zu kleinen Holzbrikett gepresst wird, hat mehrere Vorteile: „Bisher mussten wir immer Säcke abfüllen und zur Entsorgung geben, das war eine sehr staubige Angelegenheit“, erklärt Christoph Marx, „jetzt haben wir alle 14 Tage zwei kleine Kisten voller Pellets.“ Das Pressen des losen Materials verringere auch die Brandlast, ergänzte Hausmeister André Lefens. Mit neuen Brandschutztüren sei zusätzlich der Sicherheitsstandard erhöht worden.

Die Tischlerwerkstatt hat eine besonders hohe Auslastung, weil sie nicht nur für den wöchentlichen Berufsschultag der Lehrlinge genutzt wird, sondern auch für die Absolventen eines Berufsgrundschuljahres. Das bedeutet, dass der Berufsnachwuchs der Tischlerbetriebe das erste Lehrjahr komplett an der Berufsschule verbringt und erst in den beiden folgenden Lehrjahren in die Betriebe geht.

Es sind, wie Thorsten Roth sagte, immer etwa 18 junge Leute, die ein Berufsgrundbildungsjahr absolvieren. Die meisten hätten die Zusage für eine Lehrstelle, es gebe aber auch junge Leute, die ohne einen solche Zusage anfingen. „Bisher ist es uns immer gelungen, die auch unterzubringen.“ Dabei arbeite die Schule mit den Innungen Ostholstein und Plön zusammen.

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erstellt am 14.Jul.2016 | 12:47 Uhr

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