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Nordfriesland Tageblatt

22. Januar 2017 | 11:10 Uhr

Zustimmung für Aldi-Umzug in die Industriestraße

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Die Änderung des Bebauungsplans Nr. 12 im Gewerbegebiet liegt in trockenen Tüchern: Mit einstimmigem Votum wurden auf der Gemeindevertretersitzung damit die Voraussetzungen für den geplanten Umzug von Aldi neben den Famila-Markt im Gewerbegebiet geschaffen. In anderthalb Jahren, so war zu erfahren, wird dieser Schritt realisiert werden.

Das Thema beschäftigte die Politiker schon lange. Der Discounter Aldi möchte seinen Standort in der Rudolf-Diesel-Straße aufgeben und näher an die in der Industriestraße ansässigen Märkte rücken. Die Möglichkeit dafür bietet der Famila-Markt. Dieser Verbrauchermarkt möchte umbauen und modernisieren, was den Standort stärken soll. Außerdem soll ein neuer Gebäudeteil errichtet werden, der dann an Aldi vermietet wird. Für den Discounter bedeutet das eine Erhöhung der Verkaufsfläche von derzeit knapp 830 auf 1200 Quadratmeter.

Im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung im Bauleitverfahren sah die Landesplanung die Nachnutzung des derzeitigen Aldi-Standortes mit Gütern des täglichen Bedarfs kritisch. Es wurde gefordert, entweder das Einzelhandelsgutachten zu erneuern oder die Einzelhandelsflächen zu beschränken. Die Politiker reagierten und setzten fest, auf dem Aldi-Altstandort nur Einzelhandel mit nicht-zentrenrelevanten Sortimenten zuzulassen. Dazu gehören Möbel, Bau- und Gartenbedarf, Bodenbelag/Tapeten, Heimtextilien, Kfz-Zubehör und Kfz-Zweiräder. Als bedingt zentrenrelevant klassifiziert wurden die Bereiche Camping, Unterhaltungselektronik, Weiße Ware/Haushaltselektronik und Büro-Informationstechnik, nicht klassifiziert sind Tiere und Zooartikel.

Bei der öffentlichen Auslegung des B-Plan-Entwurfs hatte sich dann mit juristischem Beistand die Eigentümerin des aktuellen Aldi-Gebäudes, eine Flensburger Gesellschaft, gemeldet. Beanstandet wurden vor allem formelle Fehler und Verstöße. Unter anderem hieß es, Leck sei verpflichtet, Schadensersatzansprüche zu leisten. Das wurde bei der Auswertung detailliert zurückgewiesen. Letztlich droht die Investorengruppe aus Flensburg, bei Inkrafttreten der 10. Änderung des Bebauungsplanes ein Normenkontrollverfahren vor dem Schleswig-Holsteinischen Oberverwaltungsgericht einzuleiten. Das wird jetzt abzuwarten sein.

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erstellt am 05.Jul.2016 | 16:28 Uhr

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