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Einweihung : Zehn weitere Krippenplätze geschaffen

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Die Sanierungsarbeiten im Waldorfkindergarten Leck sind abgeschlossen. 780.000 Euro wurden investiert.

„Wir haben ein Stück des Charmes unserer Gemeinde erhalten und gleichzeitig etwas Modernes, Schickes, aber auch Zweckmäßiges für die Zukunft geschaffen“, freute sich Bürgervorsteher Andreas Deidert über ein gelungenes Ergebnis. Nach einer Sanierung und räumlichen Erweiterung wurde der Waldorfkindergarten offiziell mit etwa 70 Gästen eingeweiht.

Im Fokus der Gemeinde stand das alte Schulgebäude in der Eesacker Straße schon lange. Es musste etwas getan werden, vor allem, weil der Betrieb des dort beheimateten Waldorfkindergartens bedroht war. Ein blauer Brief von der Kreisaufsicht aus Husum wirkte. Schnell wurde nach kostengünstigen Lösungen gesucht, denn: „Der Waldorfkindergarten hat nie zur Diskussion gestanden“, betonte Andreas Deidert. „Wenn ich das hier sehe, bin ich froh, dass wir den Weg der Sanierung gegangen sind. Wir haben einen Teil der Geschichte Lecks nicht einem modernen Zweckbau geopfert. Wir haben Vergangenheit mit Zukunft verbunden“, meinte der Bürgervorsteher vor der symbolischen Schlüsselübergabe. Als kleines Präsent hatte er ein „Flachgeschenk“ mitgebracht.

Bei der Feier blickte Sozialpädagogin Hannelore Ingwersen auf die Anfänge der Waldorf-Geschichte in Leck vor 25 Jahren zurück. Mit einer Eltern-Initiative setzte sie sich für eine erste Spielgruppe ein. Die Entwicklung des Kindergartens führte der Vorsitzende des Freundeskreises der Waldorfkindergärten Südtondern als Träger, Fin Reichert, vor Augen. „Die Gemeinde hat uns von Anfang an unterstützt“, schickte er seinen Dank an Politik und Verwaltung. Für den musikalischen Rahmen sorgten Kirsten Hollesen und Lara Fida Ingwersen, bevor sich die Gäste von den neuen Räumlichkeiten überzeugen konnten.

Musste sich der Waldorfkindergarten vorher mit nur 145 Quadratmetern zufrieden geben, so kann er sich jetzt auf 448 Quadratmetern ausbreiten. Mit dieser Erweiterung wurden zehn zusätzliche Krippenplätze für Kinder von null bis drei Jahren geschaffen. Es besteht die Möglichkeit, integrative Maßnahmen durchzuführen. Die beiden altersgemischten Gruppen „Sternenmeer“ und „Sonnenstrahl“ sowie die Krippengruppe „Nordlichter“ belegen große, helle Räume. Multifunktions- und Schlafräume sind entstanden, der Speisesaal bietet Platz für bis zu 50 Kinder, die sanitären Anlagen sind mit allem ausgestattet, was die Jüngsten brauchen. Die Mitarbeiter müssen sich an ein neues Büro gewöhnen, denn das alte dient nun als Speisekammer. Daran grenzen Spülküche und Küche, in der alle Speisen frisch zubereitet werden. Neu sind zudem ein weiterer Haupteingang, zwei Nebenaußentüren und ein großer Spielplatz. Die Baumaßnahme kostete rund 780 000 Euro, 140 000 Euro steuerte das Land zu und förderte damit die neuen Krippenplätze.

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erstellt am 16.Jun.2014 | 10:25 Uhr

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