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Nordfriesland Tageblatt

09. Dezember 2016 | 08:43 Uhr

Benefizveranstaltung : Zauberhafter Abend in der Stadthalle

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Mit Magie und Tricks: 250 Besucher genossen in der Niebüller Stadthalle eine Zaubergala zu Gunsten des Weißen Ringes.

Aufregend, unterhaltsam und witzig. Dieses Attribut verdienten drei hochinteressante Stunden in der Stadthalle. Nach zehnjähriger Pause kehrten die Magier aus dem deutsch-dänischen Grenzland auf die Bühne der Stadthalle zurück, wie sich der Niebüller Arno Raschke erinnert, der selbst unter seinem Künstlernamen „Arrani“ im Magischen Zirkel Nordfriesland aktiv ist.

Er und seine dänischen und deutschen Kollegen traten zugunsten des Weißen Ringes auf, der bekanntlich sein Engagement für Kriminalitätsopfer aus Spenden finanzieren muss. Heraus kam eine große Zaubergala, bei der zehn Künstler ihre Koffer auspackten, Tücher, Ringe, Karten, Seile und anderes Handwerkszeug hervorholten und mit ihrer Tricks ein erwartungsfrohes Publikum in bisweilen atemloses Staunen versetzten.

Aus Dänemark war ein meisterliches Quartett erschienen – allesamt „Tryllekunstner“, wie ein Magier dort genannt wird. Der schweigsame Pal verblüffte mit einer Fülle blitzschneller Tricks und ließ sich von leiser Musik aus der Kulisse begleiten. Ole Beck, der die Show mit „Trylleri“ eröffnet hatte, zeigte auch als Spezialist für das „Ballondyr“, die Kunst, aus schlauchartigen Luftballons Fantasiefiguren zu drehen. Jørgen Fevre gab sich als Meister der klassischen Salonzauberei. Für einen Höhepunkt des Abends sorgte Henning Nielsen, amtierender Weltmeister seines Genres und mehrfacher internationaler Meister, der Magie und Humor auf unterhaltsame Art zu verbinden weiß. Er sieht sich auch im deutschsprachigen Raum zu Hause, hat Kalauer auf der Zunge und natürlich jede Menge „Trylleri“ der lockeren Art.

Das deutsche Quintett der Zauberer wurde angeführt von Jens Peter Geuther, Chef des Ortszirkels Kiel, der unter seinem Synonym „Zamas“ den Abend moderierte und dazu eine Reihe verblüffender Tricks drauf hatte. Viel Spaß hatte das Publikum mit dem Multitalent „Mantra“, alias Hans-Peter Müller aus Norderstedt, der nicht nur als Magier, sondern auch als Bauchredner auftritt, Besucher auf die Bühne holt und dank seines Stimmlagen-Hoppings für Lachsalven sorgt. Lokalmatador „Arrani“ vorzustellen, hieße Eulen nach Athen tragen. Der inzwischen im Ruhestand lebende Sozialarbeiter ist den Einheimischen von vielen Veranstaltungen bekannt. In seinem Metier ist er Chef des örtlichen Zirkels. Roberto Rossini, mehrfach gekürter Spitzenmann unter den deutschen Zauberern und zu Hause im nordfriesischen Ockholm, tritt in verschiedenen Rollen auf. Ein besonderes Faible hat er für maritime Figuren. Die Kinder mögen ihn als Gast bei den Festen am Friesenmuseum Niebüll. Bliebe nur noch Heiko Doß, der Illusionist aus dem Grenzdorf Süderlügum, der für den deutschen Höhepunkt an diesem Abend sorgte, als er eine junge Frau in einen Kasten steckte und in diesen mehrfach hineinstach, um sie danach heil wieder herauszuholen. Zwischendurch musizierte das „Trio Nord“. Fritz Marquardt, Gerd Jansen und Gerhard Johannsen zeigten sich als Meister mit der Mundharmonika – und das seit mittlerweile 50 Jahren.

Die Benefizveranstaltung in der Stadthalle hatte gleich mehrere Gewinner. Vom Weißen Ring nahm deren Vorsitzende Susanne Borett einen Scheck über 1600 Euro mit. Die Künstler auf der Bühne freuten sich über ein dankbares Publikum. Dieses zeigte sich unterhaltsam verzaubert und machte sich mit der Frage auf den Heimweg: „Wie machen die das bloß?“ Diese Antwort bleibt der Magier ihm jedoch schuldig. Geschuldet ist sie dem Ehrenkodex des Zauberers, der seine Tricks nie verraten darf. Ausgerichtet ist seine Kunst allenfalls auf das Ziel, Menschen zauberhaft zu unterhalten, Dinge verschwinden und wieder von irgendwoher wieder auftauchen zu lassen, gekonnt zu palmieren und sich nicht zu blamieren.

Die Besucher eines denkwürdigen Abends in der Stadthalle erlebten Künstler aus der Oberliga und Spitzenklasse der Magie – und das auch noch für einen guten Zweck.

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erstellt am 17.Apr.2016 | 14:25 Uhr

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