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Nordfriesland Tageblatt

05. Dezember 2016 | 05:27 Uhr

Vorweihnacht erreicht Südtondern

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Die Adventsmärkte sind eröffnet / Niebüll hat einen neuen Weihnachtsmann – den bisher jüngsten der Stadtgeschichte

Glockengeläut erklang von irgendwo – und plötzlich war er da, der Mann im roten Mantel. Mit einem Hebel schaltete der Weihnachtsmann die Beleuchtung des prächtigen Christbaumes ein. Alles erstrahlte in hellem Glanz, das Weihnachtsdorf vor der St. Willehad-Kirche war eröffnet.

Der Weihnachtsmann erhielt kräftige Unterstützung vom Bischof Nikolaus. Beide Boten der Adventszeit trafen sich nach ihren langen Reisen in der Kirche, bevor sie gemächlichen Schrittes durch die Mini-Budenstadt schlenderten. „Wenn Jesus nicht geboren worden wäre, würden wir heute nicht auf Weihnachten warten – und auch keinen Weihnachtsmarkt haben“, erinnerte der Bischof und ließ wohlwollend seinen Blick über den friedvollen Platz mitten in Leck gleiten. Zum Frieden gehöre aber auch, dass man manchmal schimpfe und nicht alles herunterschlucke, sagte der Nikolaus und mahnte „Dann muss man aber auch wieder damit aufhören.“ In diesem Sinne wünschte er eine gesegnete Adventszeit.

Herzlich willkommen hieß der Vorsitzende des Handels- und Gewerbevereins, Sven Lück, die symbolträchtigen Figuren. Er dankte allen, die den bisher wohl schönsten Weihnachtsmarkt ermöglicht haben. Es sei Zeit, Dank zu sagen für das schmucke Hüttenrund und vorab für die künftigen Aktivitäten, meinte ebenfalls Andreas Deidert. Der Bürgermeister schickte sein Lob an den HGV, die Gemeindemanagerin Sabine Schwarz, die Mitarbeiter des Bauhofs, den Bürgerfestverein sowie die Gewerbetreibenden, die sich für den Markt engagieren. Den Bürgern rief er zu: „Genießen Sie die Adventszeit.“

Das ließen sich zumindest die Jüngsten nicht zweimal sagen. Mehr oder weniger mutig trauten sie sich, dem Weihnachtsmann in seiner liebevoll geschmückten Stube ein Gedicht aufzusagen und ihre Wunschzettel abzugeben. Klar erhielten alle eine Leckerei aus dem großen Jutesack. Der Weihnachtsmann wird an den nächsten Adventswochenenden jeweils um 16 Uhr (außer am 4. Dezember) den Markt besuchen. Auch die Erwachsenen genossen die ersten Stunden im adventlichen Flair. Dafür hatte nicht zuletzt der Martin-Luther-Bläserkreis gesorgt. Vor und nach dem Einzug des Weihnachtsmannes hatten die Spieler ihre Instrumente in die Hände genommen und intonierten Weihnachtliches. Mittendrin drehte sich das Karussell für den Nachwuchs, die Stände boten größtenteils Kulinarisches und gar Kunst aus Baum-Gnubbeln. Überdachte Stehplätze, eine kleine Sitzgruppe, viel Tannengrün und Lichterglanz lassen das Hüttenrund vor dem Gotteshaus so richtig gemütlich und kuschelig wirken.

In Niebüll wurde es am Sonnabend um 17 Uhr feierlich, als der Handels- und Gewerbeverein seinen Weihnachtsmarkt eröffnete. Signal für den Start in die Niebüller Vorweihnacht war das Erscheinen des Weihnachtsmanns, der pünktlich aus dem Torbogen des Rathauses hervortrat, in seiner Begleitung sechs Engel und der Freie Fanfarenzug Niebüll, der die feierliche Zeremonie akustisch einleitete. Die örtliche Jugendfeuerwehr wies dem Weihnachtsmann den Weg zur HGV-Tribüne, auf der er von den Kindern Weihnachtsgedichte abfragte. Unterwegs hatten er und sein Gefolge bereits Naschereien verteilt.

Im Rund des Weihnachtsmarktes drängelte sich eine große Menschenmenge und sah dem Treiben auf der Bühne zu, wo es etliche neue Gesichter gab, ihnen voran der neue Weihnachtsmann Moritz Eidner, mit seinen 22 Jahren der bisher jüngste der Niebüller Weihnachtsmänner. Gestern ging es weiter mit einem Ponyreiten und dem Erscheinen der Weihnachtswichtel. Heute um 20 Uhr findet in der Christuskirche ein Konzert unter dem Motto „Home for Christmas“ statt. Und morgen (19.30 Uhr Rathaus) heißt es bei der Universitätsgesellschaft in einem Vortrag „Das Thomas-Evangelium“. Und damit hat die Niebüll Vorweihnacht schon mal Fahrt aufgenommen.

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erstellt am 27.Nov.2016 | 18:56 Uhr

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