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Nordfriesland Tageblatt

11. Dezember 2016 | 07:17 Uhr

Vor dem Fördergeld kommen Berater

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Kieler Experten beschäftigen sich mit Breitbandausbau in Südtondern – ein Berater berichtet im Amtsausschuss

Die Finanzierung des Breitbandausbaues stand im Fokus der Sitzung des Amtsausschusses Südtondern. Der Anschluss ans Glasfasernetz ist in ländlichen, dünn besiedelten Regionen für Kosten von etwa 3500 Euro nicht zu haben. Daher hat der Bund im Herbst 2015 ein Förderprogramm von 2,7 Millionen Euro aufgelegt, an dem Südtondern teilhaben möchte. Doch vor seinen Geldsegen hat das Ministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur die Bedingung gestellt, dass vor Ort eine Beratung erfolgt.

Diese Aufgabe hat das Kieler Innovations- und Technologiezentrum GmbH Geo Data übernommen. Christoph Bechtel, Berater aus Kiel, informierte den Amtsausschuss über den derzeitigen Sachstand zur Finanzierung des Breitbandnetzes im ländlichen Außenbereich, in dem die Haushalte mit Breitbandanschlüssen von mehr als 50 Mbit/s versorgt werden sollen.

Bechtel schilderte das notwendige Prozedere. Dieses beginnt mit einer Identifizierung der unterversorgten und daher zu fördernden Bereiche. Als unterversorgt gelten Bereiche mit einer Internetversorgung unter 30 Mbit/s. Dann ermittelt die Geo Data im förderbaren Bereich die etwaigen Ausbaukosten des Glasfasernetzes. Der Kostenermittlung folgt ein wirtschaftlicher Vergleich zweier möglicher Fördermodelle: Entweder kann es die direkte Förderung eines Telekommunikationsunternehmens sein oder eine eigene Betreibergesellschaft in kommunaler Hand, die ein Glasfasernetz baut und es an einen Betreiber vermietet. Welches von beiden Fördermodellen gewählt wird, sei Gegenstand nun folgender Diskussionen, sagte Bechtel.


Landkarte zur möglichen Windkraft-Nutzung geplant


Wo die Nutzung der Windkraft künftig stattfinden kann oder tabu ist, soll in einer Sicherstellungsverordnung festgelegt werden, berichtete Amtsdirektor Otto Wilke. Ersichtlich werden diese Räume auf einer Landkarte, auf der die Landschaftsschutzgebiete ebenso dargestellt sind wie die Eignungsgebiete. Unterschieden wird zwischen harten und weichen Kriterien für die infrage kommenden Gebiete. Die Kommunen, berichtete Wilke, werden über die Regelungen nur informiert und an diesen nicht beteiligt.

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erstellt am 14.Jun.2016 | 12:03 Uhr

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