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Nordfriesland Tageblatt

08. Dezember 2016 | 11:02 Uhr

Niebüll : Viel zu tun für die Stadtgärtner

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Anwohner beschweren sich über Wildwuchs. Der Bauhofleiter bittet um Verständnis – Verkehrssicherheit habe bei der Pflege höchste Priorität.

Die Natur hat in diesem Jahr ein Wuchs-Tempo angeschlagen, mit dem auch Gärtner wie die vom Niebüller Bauhof nicht ganz mithalten können. Die Mannschaft von Bauhofleiter und Stadtgärtner Jochen Johannsen zählt zurzeit zwölf Kräfte – neun Männer und drei Frauen. Anlass, beim Stadtgärtner einmal zu fragen, wie es denn in diesem Jahr läuft mit der Grünpflege, war der Anruf einer Niebüllerin bei unserer Zeitung. Diese hatte sich über den Zustand des Grüns rund um das Amtsgericht beschwert. Dazu ist zu sagen, dass am Grün um den Gebäudekomplex nichts auszusetzen ist. Zuständig dafür sind nicht die örtlichen Pflegekräfte, sondern das Gebäudemanagement Schleswig-Holstein (GMSH). Der angrenzende Außenbereich fällt allerdings in die Zuständigkeit der Stadt. Dazu zählen unter anderem die „Baumscheiben“, auf denen es mächtig wuchert.

„In der Reihenfolge unserer Arbeiten genießt die Verkehrssicherheit höchste Priorität“, erklärt Jochen Johannsen. Dazu zählt, dass Wege freigehalten, Sichtecken freigeschnitten und offen zugängliche Verkehrsflächen in einem Zustand gehalten werden müssen, dass niemand zu Schaden kommt.

Johannsen sieht die Stadtgärtnerei in einem durchaus normalen Jahr. Allerdings – so gesteht er ein – das Wachstum von Hecken und auf Rasenflächen habe in diesem Sommer ein flotteres Tempo an den Tag gelegt als üblich. Daher stelle sich die Frage, wo sein Team zuerst anfangen soll.

Immerhin sind im Stadtgebiet zweimal jährlich stattliche 34 000 Quadratmeter Hecke von Hand und 15 00 Meter Hecke mit Maschinen zu schneiden, wobei der erste Schnitt erst dann erfolgen darf, wenn die in den Nestern geschlüpfte Vogelbrut flügge ist. Zu mähen und kurz zu halten sind 13 Hektar Rasenfläche und in Schuss zu halten 15  000 Quadratmeter Blumenbeete, davon 600 Quadratmeter mit wechselnder Bepflanzung von Frühlings- und Sommerblumen. Dazu kommen weitere 700 Quadratmeter Staudenflächen. Zu den Aufgaben des Stadtgärtner-Teams zählt auch, Neuanpflanzungen regelmäßig zu gießen. Zeitweilige Trockenheit mache häufigeres Gießen notwendig.

Das blühende Stadtbild ist nach den Worten des Stadtgärtners erst dann komplett, wenn die Hausbesitzer mitmachen und ihre Vorgärten in Ordnung halten. Das sei in hohem Maße der Fall. Entsprechend hoch sei die Erwartungshaltung der Bürger an die Stadtgärtnerei. „Wir versuchen, den Erwartungen der Bürger an uns gerecht zu werden“, sagt Jochen Johannsen, bittet zugleich aber auch um Verständnis und Geduld. Er erkenne auch an, dass es unterschiedliche Sichtweisen mit Blick auf Wuchs und Sauberkeit ergeben.

Einen dringenden Hinweis kann sich der Stadtgärtner nicht verkneifen – und zwar den Zustand der Rinnsteine, der an manchen Stellen mehr Aufmerksamkeit verdienen würde. Ansonsten sei der Sommer 2016 auch mit dem forschen Vegetationswachstum noch gut in den Griff zu bekommen. „Wir bemühen uns, das Tempo der Natur mitzugehen. Aber mehr, als zu arbeiten, geht nicht.

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