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Nordfriesland Tageblatt

05. Dezember 2016 | 17:41 Uhr

Unsichere Straßen für Senioren

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Seniorenbeirat kritisiert Gefahrenquellen für ältere Bürger und Kinder im Stadtgebiet – Infoveranstaltung zum Start in die Fahrradsaison geplant

Die Aussichten für das Klinikum sind nicht gerade rosig. Der städtische Haushalt lebt von der Substanz, weil der Stadt zurzeit hohe Ausgaben ins Haus stehen. Gehwege im Süden der Stadt sind teilweise unsicher. In der Stadthalle steht die Beleuchtung in der Kritik. Und nach Einbruch der Dunkelheit tragen die Leute auch noch dunkle statt heller Kleidung. Der Seniorenbeirat der Stadt unter dem Vorsitz von Christian Meyer-Dulheuer listete in seiner dritten Sitzung eine Reihe von kritischen Punkten auf, nach denen man meinen könnte, das Verhältnis von Beifall und Pfiffen für und gegen die Stadt befinde sich zurzeit in einer Schieflage. Dem aber ist keineswegs so, weil sich hinter jedem wie auch immer kritisierten und bemängelten Zustand ein Verbesserungswunsch verbirgt.

Damit wird der Seniorenbeirat auch seinem Auftrag gerecht, der darin zu sehen ist, der im Bevölkerungsanteil zunehmend stärker vertretenen Gruppe der über 60-Jährigen beizustehen und ihre Interessen zu vertreten. Bedenklich stimmt allerdings, dass es die alten Herrschaften einen Teufel schert, was der Beirat intensiv bekakelt, bemängelt und als verbesserungswürdig erachtet. Denn zur Sitzung im Rathaus erschien gerade mal ein Bürger.

Der Seniorenbeirat beschloss, künftig sechs Mal im Jahr zu tagen – und zwar an jedem zweiten Mittwoch in ungeraden Monaten. Er regte an, die Stadt möge ihn künftig auch zu den Verkehrsschauen einladen. Angeregt wurde auch eine Info-Veranstaltung vor Beginn der Fahrradsaison 2017. Der Seniorenbeirat ist der Auffassung, dass Radfahrer, insbesondere die E-Biker, durch kompetente Vertreter aus Verkehrswacht, Polizei, Ordnungsamt oder ADFC auf Gefahren hingewiesen werden sollten. Beiratsmitglied Sieghard Schmanteck schlägt dieses Motto vor: „Sicher Rad fahren – mit und ohne Elektroantrieb.“

Handlungsbedarf sieht der Beirat bei den Senioren in deren Kenntnis der Verkehrsvorschriften. In ihrem Niebüller Lebensumfeld ist es beispielsweise das Fahren gegen die Einbahnrichtung im engen Hauptstraßenbereich zwischen Rathausplatz und dem Geschäft Niko Nissen oder das Befahren des roten Streifens in der Hauptstraße stadteinwärts. Gefahrenstellen seien auch der Bahnübergang in der Gather Landstraße (Stolpergefahr), die Einmündung der Gotteskoog- in die Gather Landstraße (unübersichtlich), die Verbindung zum Gewerbegebiet Ost/B 5 (zu hoher Bordstein), ferner eine Vielzahl unzureichender Bordsteinabsenkungen.

Der Seniorenbeirat schlägt einen „Wegweiser“ in Form einer Broschüre vor, die Hinweise auf wichtige Adressen in der Stadt enthält, die auch alles in allem die Lebensqualität dieses Gemeinwesens ausmachen. In weiteren Punkten wurde das „Pflegestärkungsgesetz“ angesprochen, in dem es um die Nachbarschaftshilfe und Kurse für Helfer geht, ferner eine in Vorbereitung befindliche „Alterspyramide“ erwähnt.

Und immer wieder ging es um das Thema Sicherheit in der Stadt, die sich unter dem Motto „schön.weit.oben“ einer hohen Lebensqualität rühmt, in der aber auch viele Gefahren lauern, denen vor allem ältere Menschen, Kinder, Menschen mit Behinderungen sowie Fußgänger und Radfahrer im Straßenverkehr ausgesetzt sind.

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erstellt am 10.Nov.2016 | 11:31 Uhr

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