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Nordfriesland Tageblatt

30. Juli 2016 | 20:47 Uhr

Energiekosten : Strom- und Gaspreise bleiben stabil

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Stadtwerke-Geschäftsführer Rüdiger Wiese verspricht: Die Energieversorgung in Leck und Niebüll soll 2016 nicht teurer werden

Für die Kunden der nordfriesischen Energieversorger in Niebüll und Leck bleiben im kommenden Jahr die Strom- und Gaspreise stabil – das verspricht der gemeinsame Geschäftsführer der Stadtwerke Niebüll GmbH, Rüdiger Wiese, in einer aktuellen Mitteilung.

Beim Strom seien zwar die Zuschläge, wie zum Beispiel die EEG- (Erneuerbare Energien) und KWK-Umlage (Kraft-Wärmekopplung) für die privaten Haushalte insgesamt um 0,61 Cent pro Kilowattstunde gestiegen, „aber durch Kosteneffizienz und günstigeren Stromeinkauf können wir diese Mehrkosten auffangen“, so Wiese. Leider gelte dieses nicht für die Kunden der Stadtwerke außerhalb von Niebüll und Leck. Dort seien neben der Erhöhung der genannten Zuschläge auch die Netzentgelte für den Stromtransport deutlich angestiegen. „Diese Kostensteigerung in Höhe von 1,12 Cent pro Kilowattstunde müssen wir zumindest teilweise doch an unsere Kunden weitergeben“, so Wiese weiter.

So steigen außerhalb von Niebüll und Leck die Stromkosten für einen Durchschnittshaushalt mit 4000 Kilowattstunden im Jahr um rund 2,60 Euro pro Monat. „Neben der viel diskutierten EEG-Umlage müssen wir auch die Entwicklung der Netzkosten im Auge behalten“, so der Geschäftsführer, „denn der Netzausbau ist noch lange nicht abgeschlossen, und wir brauchen eine gleichmäßige Kostenverteilung über das ganze Bundesgebiet und keine einseitige Belastung in Schleswig-Holstein. Die großen Einspeiser aus Wind, Sonne und Biogas sind in der Regel an das Netz im Umland der Städte angeschlossen. Ein Großteil der Kosten wird damit aber auch auf die Kunden im ländlichen Bereich umgelegt. Die Energiewende findet auch beispielsweise in Hamburg, Berlin und München statt, dann müssen dort ebenfalls die Kosten für den Netzausbau gemeinsam geschultert werden. Diese Belastung darf nicht dauerhaft so bleiben“, sagt Wiese und bemüht dazu die Geschichte. Diese Problematik sei besonders in Nordfriesland nicht neu. Eine ähnliche Situation, allerdings damals mit dem Aufbau der Stromversorgung, beschäftigte bereits vor über 100 Jahre den Landrat des Kreises Tondern, Friedrich Rogge (1867 bis 1932). In einer Denkschrift aus dem Jahre 1912 fordert er mit anderen Landräten eindringlich vergleichbare Bedingungen für die Stromversorgung in Stadt und Land.

„Im Gasbereich sind ebenfalls die Einkaufspreise an den Börsen gefallen. Im Gegenzug stiegen allerdings die Netzentgelte in Niebüll und Leck, insbesondere die Kosten für die sogenannte Regel- und Ausgleichsenergie. Diese Kostensteigerung innerhalb unserer Netzgebiete können wir durch günstigeren Einkauf ausgleichen, außerhalb unserer Netzgebiete, also im umliegenden Kreisgebiet, kommt es dagegen zu einer Preissenkung von rund 4,80 Euro/Monat“, erläutert der Geschäftsführer, „und darüber hinaus wird es bei vielen Kunden aufgrund des milden Winters zu einer Kostenerstattung für den Erdgasbezug in der Jahresendabrechnung kommen.“  


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