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Nordfriesland Tageblatt

05. Dezember 2016 | 15:41 Uhr

Marode Wege : Straßensanierung steht in Etappen an

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Der Bau- und Verkehrsausschuss sieht Handlungsbedarf: Niebülls zum Teil stark beschädigte Verkehrswege müssen instand gesetzt werden

Viele Niebüller Straßen sind in keinem guten Zustand. Nun sollen pro Jahr ein bis zwei Straßen „angefasst“, sprich saniert werden. Mit der Gotteskoogstraße (ab Kreuzung Gotteskoogstraße bis Reithalle) und Claudiusstraße wird es 2017 losgehen – wenn die finanziellen Mittel reichen.

Das hat der Ausschuss für Bau und Verkehr jüngst einstimmig beschlossen. „Es ist wie ein schlechter Griff in die Lostrommel“, sagte Bürgermeister Wilfried Bockholt. „Egal, welche Straße man sieht, alle müssen im Grunde instandgesetzt werden.“ Überall gebe es Herausforderungen: Dies sei die Bilanz der Betrachtung von Bauten aus den 50er, 60er und 70er Jahren, die nun dem Zahn der Zeit Tribut zahlten. Ursprünglich war nur die Claudiusstraße im Gespräch, doch Sieghard Schmanteck (SPD) votierte für die Berücksichtigung der Gotteskoogstraße, da es sich um einen stark genutzen Schulweg handele. Parallel bat er um eine Überprüfung der Kreuzung Gotteskoogstraße/Uhlebüller Straße, die schwer zu queren sei.

Arne Ebberg (Amt Südtondern, Abteilung Straßenbau) betonte, dass es sich bei der Uhlebüller Straße um eine Kreisstraße handele und diese bereits mit Fußgängerampeln bestückt sei. Die Wahrscheinlichkeit, dass die zuständige Zentrale in Husum weitere Ampeln aufstellen lasse, sei eher gering.

Der Ausschussvorsitzende Holger Jessen (SPD) wies wie der Bürgermeister darauf hin, dass man während der Bauarbeiten für Schulkinder Alternativwege aufzeigen müsse. Soweit ist es aber bei weitem noch nicht, eine Terminierung ist mit Rücksicht auf die Haushaltslage noch nicht festgelegt worden. Arne Ebberg, der für den Ausschuss eine Liste der schlechten Straßen vorbereitet hatte, bekam von den Anwesenden viel Lob für seine gründliche Vorlage, anhand derer die Mitglieder sich nun Zug um Zug entscheiden werden. Für die Sanierung der Niebüller Straßen müssen pro Jahr etwa 400  000 Euro investiert werden, nur um den Status Quo zu erhalten. Lorenz Jessen (SSW) mahnte daher, die Finanzen der Stadt im Auge zu behalten. Uwe Christiansen (CDU) machte sich während der Debatte für die Radfahrer stark. Die Radwege von und nach Risum-Lindholm seien in keinem guten Zustand. „Es zeigt sich nun nach 30 Jahren, dass die Bäume als Straßenbegleitgrün nicht taugen“, argumentierte Bürgermeister Wilfried Bockholt. „Überall kommen die Wurzeln durch.“ Doch allein kann Niebüll nicht aktiv werden: „Hier haben wir wieder das Problem der Zuständigkeit“, so Bockholt. „An der Ortsdurchfahrt endet unser Amtsbereich.“

Gleichwohl handelt die Stadt Niebüll: So wird der Radweg am Peter-Schmidts-Weg, der vor dem Kleinbahn-Übergang im Nichts endet, verlängert. Und auch in der Hauptstraße wird demnächst noch gearbeitet: Die Gehwege im südlichen Beritt werden mit dem einheitlichen roten Pflaster versehen. Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft soll alles fertig sein.

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erstellt am 13.Sep.2016 | 06:00 Uhr

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