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Nordfriesland Tageblatt

06. Dezember 2016 | 13:18 Uhr

Stelzkühe, Wattspinner und Vogelmenschen

vom

tetenbüll | Die Sommerausstellung im "Haus Peters" in Tetenbüll ist dem Dithmarscher Künstler Jens Rusch gewidmet. Sie wird morgen, um 15 Uhr eröffnet und schließt die Reihe von Ausstellungen mit Norddeutschen Realisten ab, die im Jahr 2000 mit Frauke Gloyer ihren Anfang nahm.

Jens Rusch (Jahrgang 1950) ist seit rund 40 Jahren erfolgreich und ausschließlich als freischaffender Künstler tätig; seine Grafikserien, Illustrationen, Bilder und Exlibris sind weit über die Grenzen Schleswig-Holsteins bekannt.

Die Ausstellung mit dem kryptischen Titel "Stelzkühe, Wattspinner und Vogelmenschen" zeigt sich, wie der Künstler selbst, äußerst facettenreich: Neben meist kleinformatigen Gemälden werden Ausschnitte aus seinen Grafikzyklen wie zum Beispiel Storms "Schimmelreiter", Carl Orffs "Carmina Burana" oder Arno Schmidts "Schule der Atheisten" sowie einige surreale Radierungen gezeigt.

Rusch ist in erster Linie Realist, aber wer genau hinsieht, bemerkt seinen latenten Hang zur Surrealität, der auf der Fähigkeit beruht, die verborgenen Seiten der Dinge zu entdecken und Doppeldeutigkeiten aufzudecken. Diese Fähigkeit hat sich das Nordlicht in einer harten Schule erarbeitet. An seine Studienjahre im spanischen Altea bei Prof. Eberhard Schlotter hat er bisweilen traumatische Erinnerungen; Schlotter war es, der Rusch mit brachialer Strenge für einen unbestechlichen Blick auf die Realität sensibilisierte.

Jens Rusch ist ein äußerst vielschichtiger Künstler - keine Technik ist ihm fremd, kein Thema zu gewagt, kein kulturelles Neuland, das er nicht engagiert beschreitet. Was auf den ersten Blick gefällig wirkt, entpuppt sich auf den zweiten oft als unbequeme Wahrheit.

Mit den "Stelzkühen, Wattspinnern und Vogelmenschen" als Schwerpunkt präsentiert der "Dalí vom Elbdeich", wie ihn eine große Tageszeitung nannte, nun seinen neuesten Parcour durch künstlerische Themen und Motive, die auch diesmal genug Stoff für Diskussionen bieten werden.Die Ausstellung ist bis zum 27. Oktober zu sehen; Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 11 bis 18 Uhr, von Oktober an: Dienstag bis Sonntag von 14 bis 18 Uhr.

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erstellt am 19.Jul.2013 | 03:59 Uhr

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