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Nordfriesland Tageblatt

07. Dezember 2016 | 23:22 Uhr

Neustart in Niebüll : Stadtranderholung mit neuem Schwung

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Daniel Swiatek und Thore Rathsack wollen das Ferienprogramm für Kinder weiterführen und hoffen auf jede Menge Unterstützung.

„Kein Kind ohne Ferien“ lautet ihr Motto. Daniel Swiatek (23) und Thore Rathsack (20) wollen das Projekt „Stadtranderholung“ unter eigener Flagge fortsetzen. Die beiden sind  Studenten und arbeiten derzeit in Flensburg, kommen aber aus der Region.

Im Januar wurde bekannt, dass sich der Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt (Awo) Niebüll nach rund 50 Jahren aus personellen Gründen von der Organisation zurückgezogen hatte. „Wir haben das in der Zeitung gelesen und uns geärgert. Es wäre schade für die Kinder, wenn es  keine Alternativen geben würde“, sagt Thore Rathsack. So entschieden sie sich, die  Ferienbetreuung weiterzuführen.   Beide kennen  die Abläufe aus ihrer Vergangenheit, gehörten sie doch jahrelang zu den Betreuern. Daniel Swiatek stammt aus Langenhorn.  Er  ist Mitglied im Landesvorstand der DLRG und studiert, wie sein WG-Kollege, in Flensburg. Thore Rathsack ist Niebüller. Seit seinem zwölften Lebensjahr war er in der örtlichen Feuerwehr aktiv.

Als Schirmherren haben sie Bürgermeister Wilfried Bockholt und Bürgervorsteher Uwe Christiansen überzeugen und gewinnen können. „Der Bürgermeister fand unser Engagement eine tolle Idee und fragte sofort: `Wie können wir helfen?´, berichtet Thore Rathsack begeistert. Unterstützung gab es bereits vom TSV Rotweiß. Wie in den vergangenen Jahren darf die Stadtranderholung wieder am Vereinsheim in der Jahnstraße stattfinden.  Auch das Technische Hilfswerk (THW) Niebüll und die Feuerwehr sind mit im Boot und bieten Aktionen an. Was die Spielgeräte betrifft, da sind  die Initiatoren auf sich gestellt. „Wir haben von der Awo nichts bekommen, sind gerade dabei, unser Spielmaterial selber zu bauen.“

 Die neue Stadtranderholung wird angeboten vom 25. Juli bis zum 5. August, und zwar montags bis freitags von 7 bis 17 Uhr. Teilnehmen können alle Kinder von sechs bis zwölf Jahren. Eltern dürfen ihre Kinder bis 9 Uhr bringen und ab 15 Uhr wieder abholen. Es gibt ein tägliches Mittagessen, mitbringen sollten die Kinder Wechsel- und Regenkleidung, Gummistiefel und  ein Frühstück (Brot und Obst). Zu den Kosten: Sie betragen für ein Kind 40 Euro pro Woche. Das zweite Geschwisterkind zahlt 30 Euro pro Woche, jedes dritte und weitere Geschwisterkind 20 Euro pro Woche. Bildungsgutscheine werden ebenfalls angenommen.

„Schon am ersten Tag, als unsere neue Webseite online ging, lagen bei uns 19 Anmeldungen vor“, berichtet Thore Rathsack. Weitere sind erwünscht: entweder über www.stadtranderholung-niebuell.de – dort gibt es ein Anmeldeformular – oder über Facebook.  Die  Höchstteilnehmerzahl liegt  bei 100 Kindern.

Das Ganze geht nicht ohne entsprechende Hilfe. Denn die Organisatoren haben sich vorgenommen, dass auf zehn Kinder jeweils mindestens ein Begleiter kommt. Gesucht werden daher Betreuer, die mindestens 16 Jahre alt sind und sich gegen eine  Aufwandsentschädigung (150 Euro pro Woche und Betreuer) einbringen möchten.  Schön wäre es auch, wenn Niebüller für ein Kind eine Patenschaft übernehmen würden – durch eine 40-Euro-Spende beispielsweise.

Die Initiatoren gehen vorsichtig zu Werke. Daniel Swiatek: „Wir möchten jetzt erst einmal die Stadtranderholung erhalten.“ Thore Rathsack befürchtet gar: „Wenn etwas ausfällt, schläft es auch schnell ein.“ Versicherungstechnisch läuft alles dieses Mal über die Stadt Niebüll.   Künftig könnte dies ein noch zu gründender Verein übernehmen. „Langfristiges Ziel ist es, das Projekt zu einer Aufgabe der Politik zu machen.“

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erstellt am 03.Jun.2016 | 05:15 Uhr

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