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Nordfriesland Tageblatt

27. September 2016 | 22:39 Uhr

Risum-Lindholm : Schulaus ist beschlossene Sache

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Die Gemeindevertretung Risum-Lindholm bestimmt: Ab 2017 gibt es nur noch eine Grundschule in der Gemeinde.

Jetzt ist es beschlossene Sache: Die Grundschule Risum wird zum Ablauf des kommenden Schuljahres 2016/17 geschlossen. Das beschloss die Gemeindevertretung unter dem Vorsitz von Bürgermeister Hauke Christiansen in ihrer 15. Sitzung.

Mit der Nis-Albrecht-Johannsen-Schule wird es dann in der Gemeinde Risum –Lindholm nur noch eine deutsche Grundschule geben – mit dann schätzungsweise 170 Kindern eine starke und auf Dauer lebensfähige Schule, wie es hieß. Das sei die Grundschule Risum aufgrund der dramatisch gesunkenen Schülerzahl nicht mehr. Nach einem Erlass der Landesregierung müssen Schulen, die über einen Zeitraum von zwei Jahren weniger als 80 Schüler unterrichten, geschlossen werden. Die Grundschule Risum hat zurzeit 59 Schüler. Diese Zahl droht weiter zu sinken, wenn sich Eltern (zum Beispiel aus Dagebüll) dazu entschließen, ihre Kinder nach Niebüll zu schicken. Bürgermeister Christiansen beschwor die Eltern von aktuellen Schulanfängern jedoch, ihre Kinder doch bitte noch in die Grundschule Risum zu schicken und sie bis zum Wechsel nach Lindholm in Risum zu lassen.

Schulschließung, Wechsel und Bildung einer neuen, größeren Schule vollziehen sich in einem zeitlich verträglichen Rahmen. Risumer Eltern hatten Gelegenheit die Nis-Albrecht-Johannsen-Schule in Lindholm zu besichtigen. Auch mit dem für den Schulbus zuständigen Verkehrsunternehmen sei verhandelt worden, berichtete Bürgermeister Christiansen. Die Gemeinde habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, sagte Gemeindevertreter Hans Bruhn. „Es ist kontrovers diskutiert worden. Das Thema jetzt anzupacken, erfordert – nicht zuletzt im Sinne der Kinder – unsere volle Aufmerksamkeit.“ Es wurde daran erinnert, dass aus der mittlerweile 80 Jahre alten Schule 1500 Kinder entlassen und für die weiterführende Schule gut vorbereitet worden seien.

Aus Elternkreisen erhob sich noch einmal Widerstand. Mit der Schließung der Schule werde der ländliche Raum nicht grade gestärkt, meinte Rainer Eggers. Elternbeiratsvorsitzende Sylvie Rösch gab zu bedenken, dass die Maßnahme nicht kinderfreundlich sei und auch unter den Eltern Verunsicherung herrsche. Schließlich kam es zu einem Beschluss. Von den 15 anwesenden Gemeindevertretern stimmten 14 für eine Schließung. Einer enthielt sich der Stimme.

Aus der Gemeindevertretung ist Robert Trueson auf eigenen Wunsch zurückgetreten. Für ihn rückt Rolf Johannsen nach. Er wurde vom Bürgermeister verpflichtet. Der Wechsel hatte Umbesetzungen in den Ausschüssen zur Folge. Neu in den Ausschüssen sind Michael Sönnichsen (Schule und Sport), Ulf Hinrichsen (Bau, Wege, Umwelt) sowie Rolf Lorenzen und Sönke Petersen (Kultur, Soziales).

 

Weiteres in Kürze

 

 Durch Spenden und Zustiftung erhöhte sich das Stiftungskapital der örtlichen Bürgerstiftung  um 20000 auf 70000 Euro.

 Die Gemeinde hat die Bürgerinitiative „Klinik Niebüll“ mit einem namhaften Betrag unterstützt.

 An der Umspannstation Gasthafen ist eine  Anlage zur Erzeugung von Wasserstoff (H2) geplant.

 Der Ausbau des „Schnapsweges“ (K115) lässt noch auf sich warten.

 Der Ausbau des Mooringer Wäi soll fortgesetzt werden.

 An der Friesenhalle ist ein Wasserschaden von 5000 Euro entstanden.

 Mit der NVB ist eine Dienstag- und Freitagverbindung nach Niebüll geplant.

 




















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erstellt am 18.Mär.2016 | 05:15 Uhr

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