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Nordfriesland Tageblatt

04. Dezember 2016 | 19:25 Uhr

Sangesfreunde danken ihrem Chorleiter

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

20 Jahre Gospelchor der Kirchengemeinde Niebüll: Lob für Volker Scheibe

Ein nachhaltig beeindruckendes Jubiläumskonzert gab der Gospelchor der Kirchengemeinde Niebüll vor rund 200 Zuhörern in der Christuskirche. Der Chor wurde vor 20 Jahren vom Kantor Volker Scheibe gegründet und wird noch immer von ihm geleitet. Pastorin Sylvia Kilian-Heins erinnerte an den Werdegang des Chores, der sich zunächst nur für bestimmte musikalische Projekte zusammenfand, aber schon bald zu einer ganzjährig übenden Singgemeinschaft heranreifte. Zur Zeit proben 30 Aktive an jedem Donnerstagabend im Gemeindehaus intensiv. „Wir dürfen uns freuen auf ein breitgefächertes Programm mit Gospels, Spirituals und anderen sakralen Chorsätzen, aber auch auf zu Ohrwürmern gewordene Titel aus den Bereichen des Folk und der Popmusik,“ so die Pastorin. Wie sich zeigen sollte, hatte sie damit nicht zu viel versprochen.

Einer schon langjährigen Tradition folgend, zogen die Sänger – mit dem geistlichen Lied „Heaven is a wonderful place“ auf den Lippen – in den Altarraum ein und nahmen vor dem Keyboard Aufstellung, das Volker Scheibe temperamentvoll bediente. Bevor er sich seiner Aufgabe widmete, alle Konzertbeiträge anzusagen und zu moderieren, dankte er seinem Chor für dessen ehrgeizigen Einsatz bei 24 Proben und einer Chorfreizeit. Des Weiteren sagte er dem Tontechniker Jürgen Lüders dafür Dank, seit vielen Jahren mit seinem Team für eine einwandfreie Beschallung der Konzertgäste gesorgt zu haben. Zum Auftakt sang der Chor zwei seiner „Leib- und Magenlieder“: „Freedom is coming“ und „We are marching in the name of God“, beide arrangiert von Anders Nyberg. Diesen Traditionals folgten das von Kees Vlak anspruchsvoll gesetzte, andächtig vorgetragene Medley „Morning spiritual“ und eine Folge von allseits beliebten Spirituals sowie das von Ergriffenheit und Staunen zeugende Lied „Oh Lord, what a morning“. Den sauber intonierenden Vokalisten merkte man ihre eigene Freude am teils überschwänglich fröhlichen, teils von Nachdenklichkeit geprägten Singen deutlich an. Diese übertrug sich spontan auf ihre Zuhörer, die dies durch Mitklatschen bezeugten.

Volker Scheibe ließ auch Komponisten musikalisch zu Worte kommen, die sich im Bereich der modernen Blechbläsermusik, wie sie von Posaunenchören gepflegt wird, hervorgetan haben. So erklangen zum Beispiel der Gospel „God is God“ in einer Bearbeitung von Paul Ernst Ruppel und das von Gustav Gunsenheimer pentatonisch arrangierte Spiritual „Joshua fit the battle of Jericho“, das andeutete, weshalb die Posaunen der Angreifer die Mauern der Stadt zum Einstürzen brachten. Zu den kunstvollsten Beiträgen des Abends zählte „The Lord bless you“ in einer Version von John Rutter. Allgemeine Freude ließ der vielstimmige afrikanische Kanon „E-La“ aufkommen. Einfach nur genießen durfte das Publikum mehrere Poptitel von ABBA, Fleetwood Mac, Supertramp und anderen, bevor sein Konzentrationsvermögen beim Hören eines Auszugs aus dem Christus-Oratorium „HE“ von Somon Zemzik noch einmal stark gefordert war.

Nach dem stehend gespendeten Schlussapplaus des Publikums sprachen die Chorangehörigen Corinna Dumstrei, Britta Lüttschwager und Andrea Anke ihrem Chorleiter und instrumentalen Begleiter den Dank seiner musikalisch vorbildlich betreuten Schützlinge aus. Nach dem Auszug der Aktiven bildeten diese an der Kirchentür ein Spalier und beklatschen singend ihre Gäste.

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erstellt am 01.Mai.2016 | 13:58 Uhr

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