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Nordfriesland Tageblatt

29. Juli 2016 | 07:53 Uhr

Offene Bühne im Niebüller Ratskeller : Pure Ekstase bei „Let’s dance“

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Die „Fischers Fritze Session Special Band“ erinnerte musikalisch an den jüngst verstorbenen Sänger David Bowie.

Im Ratskeller war wieder einmal richtig etwas los. Ein volles Haus. Ausverkauft. Jung und alt in ausgelassener Stimmung. Am Ende wurde an und auf den Tischen getanzt. Die Voraussetzung war günstig: ein super Programm, gut vorbereitet durch Jürgen Lüders, klasse moderiert durch Vera Hesse.

Als Headliner überzeugte der Engländer Brendan Lewes aus Kiel, der gleich gut loslegte. Mit „Ring of Fire“ wurde ein Klassiker präsentiert, der bereits die ersten Gäste zum Mitsingen animierte.

Es folgte ein neues Niebüller Quartett mit Finn Holland. Er war schon einmal da, hatte damals mit Ukulele und deutschen Texten begeistert. Diesmal gab es mit „Tasteless“ ruhigere Songs, am Ende auch eigene Lieder. An der Gitarre gefiel besonders Lena Petersen.

Weitere Newcomer hatten sich angesagt. Jens-Uwe Albrecht hatte mit Johanna und Maike zwei junge Musikerinnen dabei, die gleich für Furore sorgten. Mit Geige und Querflöte, einfach bezaubernd. Das Trio überzeugte mit einem tollen Swingstück „Teachers Pet“ von Doris Day, wunderbar schwungvolle Klänge. Die irischen Folkimpressionen beklatschte das Publikum taktgenau zum Rhythmus. An den Tischen wurde es ruhiger als Jens-Uwe Albrecht ein Stück von Sting ankündigte. „Russian“ sei ein Lied, das gerade heute aktuelle Aussagen beinhaltet. Intensive Musik zum Zuhören. Auf die Zugabe zum Mitsingen folgte die Zeit zum Klönschnack, zum Austausch, um einen Drink zu nehmen.

Dann stand das Highlight an: die Fischers Fritze Session Special Band. Die nordfriesischen Musiker (Synje, Marie, Charlie, Manne sowie Andrea und Vera) hatten spontan geprobt und Stücke von David Bowie einstudiert. Synje und Company hatten sich extra verkleidet, sehr bunt, viel Glitter, 80-er Jahre in Reinkultur. Ein Gast durfte einen mobilen Scheinwerfer zum Refrain schwingen. Als Opener „Space Oddity“, das kam grandios herüber. Bowie dürfte von Wolke 7 heruntergelächelt haben. Sein „Starman“ von 1972 rauschte als nächster Titel heran, fantastisch interpretiert.

Bei „Lets dance“ (1983 herausgekommen) kochte die Stimmung endgültig hoch. Ekstatische Tänzerinnen und Tänzer, von der Jugend bis zur Grand Old Lady vom Dorf, die immer dabei ist, diesmal sogar in Tracht. Das E-Piano wippte, Schlagzeuger Manne ließ es krachen. Immer schneller, immer lauter – und alle sangen mit. Dann setzten die beiden Damen Andrea und Vera am Saxophon sensationell ein. An den Tischen und in den Gängen hatten sich die feierfreudigen Friesen längst erhoben und ließen es rocken. Kurzes Luftholen, dann das Finale.

Zum guten Schluss die übliche, so beliebte Session. Mit Martin (E-Gitarre), zwei Dschembé-Trommlern, einem Kurzzeit-Pianisten sowie Anneke an der Klarinette gab es noch spontane Zuwachs für Fischers Fritzen's Session Special.

Mit einem furiosen „Hit the road Jack“ ging es in die allerletzte Runde. Ein fantastischer Abend.

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erstellt am 04.Feb.2016 | 06:45 Uhr

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