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Nordfriesland Tageblatt

10. Dezember 2016 | 06:07 Uhr

Mehrere Fälle in Nordfriesland : Polizei warnt vor betrügerischen Telefonanrufen

vom

In Stadum und Breklum sind Betrugsanrufe bekannt geworden. Die Polizei in Nordfriesland gibt Tipps, wie man sich schützen kann.

Niebüll | Sie durchforsten deutsche Telefonbücher und Tageszeitungen gezielt nach älteren Menschen, die dort auch mit ihrer Anschrift verzeichnet sind. Und wenn sie anrufen, geben sie sich als Polizisten oder Staatsanwälte aus. Und sie haben nur ein Ziel: Sie wollen Geld. Sie nutzen rücksichtslos das Vertrauen älterer Menschen zur Polizei aus und wenden dabei hauptsächlich folgende Maschen an: Der akzentfrei Deutsch sprechende Anrufer, der sich als Polizeibeamter ausgibt, spricht seine Opfer mit Namen an und bringt zuweilen zum Ausdruck, dass er weiß, wo sie wohnen.

Er berichtet beispielsweise von vermehrten Einbrüchen in der Umgebung und einem festgenommen Täter, bei dem man Zettel mit Namen und Adressen, auch die der Angerufenen, gefunden habe. Man mache sich nun Sorgen und hinterfragt die vorhandenen Vermögenswerte. Diese wolle man für sie sicher verwahren...

Wie die Polizei am Dienstag mitteilt, sind zwei Fälle nach diesem Muster in Breklum und Stadum bekannt. Die Betroffenen vertrauten der angezeigten Telefonnummer 04662-110 in ihrem Display jedoch nicht und riefen die Polizei an. Die Beamten vor Ort nahmen die Ermittlungen auf. Schnell stellte sich heraus, dass es sich in beiden Fällen um einen Betrugsversuch handelte.

Die Täter bedienen sich laut Polizei modernster Telekommunikationsmittel, die es ermöglichen, jede beliebige Rufnummer im Display der Geschädigten erscheinen zu lassen. Auch die der zuständigen Kriminalpolizeidienststelle.

Die Polizei warnt daher und stellt klar: „Die Polizei ruft Sie nie von der Rufnummer 110 aus an.“

Was sollte beachtet werden, um sich vor Betrügern zu schützen? Die Polizei gibt Tipps:

  • Überprüfen Sie Ihren Telefonbucheintrag. Ändern Sie ihn gegebenenfalls. Ihr Vorname sollte abgekürzt sein und eine Anschrift ist oft nicht nötig.
  • Machen Sie Fremden gegenüber nie Angaben über Ihre Vermögenswerte. Polizeibeamte würden Sie nie danach oder gar nach Passwörtern fragen.
  • Polizei und Staatsanwaltschaft würden Sie niemals telefonisch zu einer Zahlung auffordern. Sie erhalten immer eine schriftliche Zahlungsaufforderung auf dem Postweg.
  • Lassen Sie sich nicht zu etwas drängen, dass Ihnen nicht behagt. Falsche Scham spielt den Betrügern in die Tasche.
  • Deponieren Sie keine Wertsachen auf Anordnung vor dem Haus.
  • Haben sich Unbekannte angemeldet, holen Sie sich Unterstützung ins Haus. Polizeibeamte in Zivil weisen sich immer aus.
  • Wenn Sie sich unsicher sind, notieren Sie Namen, Dienststelle und Rufnummer des Anrufers und legen Sie auf. Wählen Sie den Serviceruf der Polizei 110 oder die Kriminalpolizeistelle in Niebüll 04661/4011-0 .

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erstellt am 16.Aug.2016 | 15:32 Uhr

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