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Nordfriesland Tageblatt

26. Juli 2016 | 10:20 Uhr

Klinik Niebüll : Plakativer Protest im Großformat

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Auf 18 Quadratmetern heißt es seit gestern auf einem Maisfeld an der B 5 unübersehbar: „Klinik Niebüll schließen? – niX da!“

Die Meinung von 60  000 Menschen im Einzugsbereich des Klinikums Niebüll fließt zusammen auf einem Transparent an der Bundesstraße 5 zwischen Deichskopf und der Einmündung nach Niebüll. Auf 18 Quadratmetern heißt es plakativ und unübersehbar: „Klinik Niebüll schließen? – niX da!“

Jens-Momme Hansen, Mitarbeiter der Straßenmeisterei und ehrenamtlicher Feuerwehrmann bei der Freiwilligen Feuerwehr Langstoft, hatte die Idee zu diesem Schild, dessen Aufschrift auch bei dort erlaubtem Tempo 100 von der B 5 aus zu lesen ist. Er fand schnell Mitstreiter und Sponsoren, die Geld und Werkzeug in die Hand nahmen und auch Unterstützung bei Zimmerermeister Peter Paulsen fanden, unter dessen Hallendach der sechs mal drei Meter große Rahmen für das Transparent zusammengefügt wurde. Der Gastronom Hauke Raffelhüschen (Friesenhof), die Legerader Kfz-Handlung Schmidt, Johann Jappsen’s Papierkiste (Risum-Lindholm) und die Reetdachdeckerei von Karl-Siegfried Paulsen (Niebüll-Nordergath) stellten sich als Sponsoren zur Verfügung. Nicht näher bekannte Helfer machten ebenfalls mit. Freunde der Bürgerinitiative „Klinik Niebüll“ auch. Den Entwurf für das Transparent fertigte der Niebüller Thomas Uerschels. Nicht zu vergessen die Straßenmeisterei Leck, Filiale des „Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein /LBV-SH“ hatte (nach Abstandsprüfung) nichts gegen dieses Mahnschild einzuwenden. Es wurde an einem Anhänger befestigt und steht jetzt auf einen Maisfeld von Landwirt Jürgen Hansen.

Von den Mitgliedern der Aktionsgruppe war zu erfahren, dass sich bislang 17  000 Bürger aus dem Amt Südtondern und dessen Randgemeinden durch ihre Unterschrift gegen die Pläne des Krankenhausträgers gewandt haben, die medizinischen Leistungen des Niebüller Hauses gegen null zu reduzieren und die Menschen aus seinem Bereich zu zwingen, entfernte Krankenhäuser in Flensburg oder vor allem Husum aufzusuchen.

Gegen derlei Absichten läuft auch die Aktion der „roten Kreuze“, mit denen die Bürger bereits 300-fach demonstrieren und die Kreuze in den Vorgärten aufgestellt haben Der friedliche Protest bekommt ein noch größeres Ausmaß. Da es immer noch Anforderungen nach den Kreuzen gibt und diese längst vergriffen sind, sollen am Sonnabend (Beginn 8.30 Uhr Friesencenter) weitere 300 Kreuze gezimmert, gestrichen und mit der Protestaufschrift (niX da) versehen werden. Wer handwerklich geschickt und „malerisch begabt“ ist: die Teilnehmerliste für die Werkstatt im Friesencenter ist noch offen. Interessierte sollten sich möglichst bis heute Abend anmelden, entweder per E-Mail an jensmomme@gmail.com oder per Telefon: 04661/901331.

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