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Nordfriesland Tageblatt

21. April 2014 | 16:42 Uhr

Bildungsportal - Perspektiven per Mausklick

vom

Neues Internetportal des Kreises Nordfriesland möchte jugendlichen Schulabgängern Wege weisen und Berufschancen aufzeigen.

Nordfriesland | Schule beendet - und dann? Viele Jugendliche wissen am Ende ihrer Schulzeit nicht, wie es beruflich weitergehen soll. Um Schüler frühzeitig über berufliche Möglichkeiten zu informieren, damit ein nahtloser Übergang in die Berufswelt gelingt, hat der Kreis Nordfriesland die Seite www.bildungsportal-nordfriesland.de ins Internet gestellt.

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"Jeder Jugendliche sollte am Ende seiner Schullaufbahn eine konkrete Berufsperspektive haben", beschreibt Landrat Dieter Harrsen das Ziel. "Das setzt aber voraus, dass die jungen Leute sich rechtzeitig Gedanken machen und Informationen einholen. Unser neues Angebot soll ihnen diese Aufgabe erleichtern."

Die Internetseite ist das Ergebnis des Projekts "Regionales Übergangsmanagement Schule-Arbeitswelt". Die Rolle der Koordinatorin übernahm Brigitte Wendt aus dem Fachbereich Jugend, Soziales, Arbeit und Senioren. "Auf diesem Weg wollen wir den jungen Menschen einen Überblick über alle Förderangebote im Kreisgebiet geben", sagt sie. Bislang sind auf der Seite knapp 80 Angebote zu finden - vom Berufsfindungscoaching zur Ausbildungsbeihilfe, von der Aktivierungsmaßnahme bis zur Berufseinstiegsbegleitung.

Künftig sollen alle Beratungsstellen, Maßnahmeträger und ähnliche Akteure ihre Angebote und die entsprechenden Ansprechpartner in die Datenbank einpflegen. So finden Jugendliche schnell Adressen und Ansprechpartner. "Das schafft Transparenz und eröffnet Wege, auf die sie sonst nicht gekommen wären", erwartet die zuständige Abteilungsleiterin Renate Fedde.

"Der demografische Wandel wird deutlicher, Fachkräftemangel droht - unsere Gesellschaft kann nicht länger hinnehmen, dass in jedem Jahrgang junge Menschen auf der Strecke bleiben. Es ist ein Skandal, dass ein Teil unseres Nachwuchses jahrelang, manchmal lebenslang als ungelernte Arbeitskräfte zwischen Kurzzeitjobs und Dauerarbeitslosigkeit hin und her pendelt. Das muss aufhören", fordert Harrsen. Ihm ist klar, dass gesellschaftliche Ausgrenzung auch einen sozialen Sprengstoff darstellt: Allzu oft gehen Perspektivlosigkeit, Drogensucht und Gewaltbereitschaft Hand in Hand. "Dabei brauchen wir all diese jungen Leute dringend, um Wirtschaft und Gesellschaft weiterzuentwickeln. Und wenn wir manchen helfen müssen, ihren Platz zu finden, dann tun wir das gern", bekräftigt der Landrat.

Die Internetseite soll nicht der letzte Schritt in diese Richtung gewesen sein: Das Projekt sorgte auch für eine bessere Vernetzung zwischen den vielen unterschiedlichen Institutionen. Nun denken Harrsen und seine Mitarbeiter darüber nach, wie dauerhafte Kommunikations- und Abstimmungsstrukturen etabliert werden können.

Das Internetportal wurde in Kooperation mit dem Regionalen Übergangsmanagement in Dithmarschen entwickelt. Weitere Kreise und kreisfreie Städte wollen sich anschließen und regionale Angebote ebenfalls in die Datenbank eingeben. Gefördert wurde das Projekt vom Europäischen Sozialfonds, dem Land Schleswig-Holstein und dem Kreis Nordfriesland.

von hn
erstellt am 27.Feb.2013 | 07:53 Uhr

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