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Nordfriesland Tageblatt

04. Dezember 2016 | 04:57 Uhr

Rateshow mit Günther Jauch : Pechvogel aus Niebüll hat bei „Wer wird Millionär?“ Glück

vom

Anke Christensen hat einen Kiosk - und ein Problem mit Vandalen. Nachbarn meldeten sie beim Quiz an.

Köln/Niebüll | Günther Jauch hatte seine Sendung „Wer wird Millionär?“ am Freitag unter das Motto „Pechvogel“ gestellt. Drei Gäste mit einer gehörigen Portion Un-Glück hatte er sich nach Köln in die Rateshow geladen. Eine von ihnen: Anke Christensen aus Niebüll (Kreis Nordfriesland).

Die 55-Jährige betreibt an einem Badesee in ihrem Heimatort einen kleinen Kiosk – und wurde in den vergangenen sechs Jahren 20 Mal von Einbrechern und Vandalen heimgesucht. Mehrfach dachte sie ans Aufgeben. Doch die Arbeit mit und für die Badegäste hat ihr so viel Spaß gemacht, dass sie sich immer wieder dagegen entschied.

Anke Christensen vor dem Kiosk- und Umkleidegebäude „Haus am See“.

Anke Christensen vor dem Kiosk- und Umkleidegebäude „Haus am See“.

Foto: Wrege
 

Nachbarn meldeten Christensen bei Jauch als „Pechvogel des Jahres“ an – und die Redaktion gab den Anwohnern Recht. Die Niebüllerin hatte dringend eine Portion Glück verdient. Nachdem sie den Vorentscheid bestanden hatte, saß Anke Christensen dann am Freitag bei Jauch im Studio – und kam als zweite Kandidatin auf den Ratestuhl; begleitet von einem Witz des Moderators: „Niebüll auf einmal das Zentrum des Bösen – zumindest, was Ihre kleine Bude betrifft.“

Christensen lässt sich davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen und nimmt, nachdem sie sich für drei Joker entschieden hat, die ersten Fragen mit Bravour. Zwischendurch fragt Jauch sie, was es denn in ihrem Kiosk zu hohlen gebe. Darauf Christensen: „Naschis.“ Und den Mülleimer hätten sie einmal für den Abtransport des Eises auch gleich noch mitgeklaut.

Die 16.000-Euro-Frage steht an: „In welcher Monarchie bekam das Königspaar im März und April zwei weitere Enkelkinder?“ Christensen zieht den 50:50-Joker und entscheidet sich dann für Schweden. Richtig.

Schließlich die 64.000-Euro-Frage: „Was gehört für den Beauty-Doc zum täglichen Geschäft? A: Breakfast-OPs, B: Lunchtime-Eingriffe (richtig), C: Dinner-Korrekturen, D: Barbecue-Behandlungen.“ Die dreifache Mutter wählt zunächst den Publikums-Joker, doch die Antwort ist uneindeutig, also nimmt sie auch noch den Telefon-Joker und lässt ihre Schwester anrufen. Die rät ihr zu Antwort C. Anke Christensen aber zweifelt – und steigt aus. Zum Glück. Sie geht mit 32.000 Euro nach Hause. Das Geld will sie eine Alarmanlage oder Beleuchtung mit Bewegungsmelder investieren, um ihren Kiosk am Wehler See zukünftig vor ungebetenen Gästen zu schützen. ems

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erstellt am 03.Sep.2016 | 17:33 Uhr

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