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Nordfriesland Tageblatt

11. Dezember 2016 | 01:21 Uhr

Nospa-Nordsee-Cup : Nachwuchs-Kicker trotzen dem Wetter

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Die rund 900 Teilnehmer ließen sich die Fußball-Laune nicht vermiesen. Lob gab es nicht nur für die Spieler, sondern auch für die gute Organisation und alle Helfer

Die Eisheiligen „Bonifatius“ und „Sophia“ hatten den 41. Nospa-Nordsee-Cup fest im Griff: Sie schickten einen Mix aus heftigen Regenschauern, kräftigen Böen, Hagel und auch Sonnenschein. „Na und?“, schienen sich 900 junge Kicker zu fragen und zogen sich unbekümmert ihre Trikots über. Zwei Tage lang kämpften 53 Jungen- und zehn Mädchenmannschaften aus 29 Vereinen im Nordfrieslandstadion und auf seinen Nebenplätzen um die begehrten Trophäen.

Wieder einmal wurde Leck am Pfingstsonnabend und -sonntag zu einer Hochburg der Nachwuchs-Kicker. Mit Trainern, Betreuern und Eltern waren die meisten bereits am Freitag angereist. Aus Berlin, Bremen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein kamen sie, mit dabei waren auch fünf neue Vereine. Insgesamt erschienen vier Teams mehr als im Vorjahr. Zum 40. Mal konnten die Mannschaften der Fußballspielgemeinschaft (FSG) Mittelangeln begrüßt werden, die jungen Kicker vom BVH-Dorsten waren zum 35. Mal dabei und der SV Kudtenhausen-Totenhausen schickte seine Jungs und Mädels zum zehnten Mal nach Leck. Den Fairplaypreis – eine Urkunde vom Deutschen Fußballbund – erhielt Hannes Hanisch von der SG Ladelund-Achtrup-Leck: Er hatte eine Abseitsposition, die der Schiedsrichter nicht gesehen hatte, zugegeben.

Allein der Einmarsch der Teams in das Stadionrund bot ein buntes, fröhliches Bild. Den Ton gab der Spielmannszug Langenhorn an. Von dieser imposanten Kulisse ließ sich Bürgermeister Andreas Deidert begeistern. „Die Gemeinde ist stolz, euch alle hier begrüßen zu können.“ Er gab aber zu bedenken: „Nicht alle können gewinnen, es zählt das faire Miteinander.“ Hans Peter Feddersen eröffnete das Turnier mit dem Spruch aller Stadien, einem dreifachen, lauten „Hipp, hipp, hurra!“ Zuvor hatte er ein großes Dankeschön an die Chef-Organisatorin Britta Satzky mit ihrem Helferteam gerichtet: „Vor einem Jahr stand dieses Turnier auf der Kippe, weil es keiner in die Hände nehmen wollte. Brittas Herz schlägt für den Jugendfußball, und deshalb hat sie den verantwortungsvollen Posten übernommen.“

Die Jungen und Mädchen fieberten dem Wettstreit entgegen, bis pünktlich das erste Spiel angepfiffen wurde. Daran änderte auch der inzwischen herunterprasselnde Regen nichts. Die Akteure wurden bis auf die Haut nass – und das mehrmals während beider Turniertage. Eine Unterbrechung forderte allerdings der Hagelschlag am Sonnabendnachmittag. Trotzdem schienen Eifer und Spielfreude unbegrenzt. Der Nachwuchs jagte dem runden Leder hinterher und bot einen kleinen Vorgeschmack auf die nahende Fußball-Europameisterschaft in Frankreich. Die Sechs- bis 16-jährigen Ball-Akrobaten erlebten Höhen und Tiefen mit. Die Verletzungen hielten sich in Grenzen, die DRK-Bereitschaft half mit Verbänden und Pflastern, nur zweimal musste der Krankenwagen gerufen werden.

„Es war wieder super organisiert“, lobte beispielsweise Co-Trainer Stefan Schwandt aus Dorsten. Das schlechte Wetter steckten sie einfach weg, denn: „Leck ist immer eine Reise wert.“ Bilanz zog schließlich Britta Satzky: „Trotz des schlechten Wetters hat alles gut geklappt“. Ihren Dank schickte sie in alle Richtungen: An die Gemeinde für die Bereitstellung von Schulen, Turnhallen und Sportstätten, an die Nospa als Hauptsponsor bis hin zum Platzwart, und natürlich an das Helferteam. Insbesondere lobte sie den Bürgerfestverein für spontane Hilfe: Nach dem ersten Regenguss lieferte der Verein zehn große Regenschirme, damit man zumindest im Trockenen die rundherum angebotenen Speisen essen konnte.

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erstellt am 17.Mai.2016 | 09:00 Uhr

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