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Nordfriesland Tageblatt

06. Dezember 2016 | 13:09 Uhr

Mit Flexibilität und Engagement

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Sechs Leiter, ungezählte ehrenamtlich Kursleiter, immer neue Herausforderungen: Die Volkshochschule Leck gibt es seit 60 Jahren

„In fast allen Bereichen ist es notwendig, sich kontinuierlich weiterzubilden und seine Bildung jeweils auf dem aktuellsten Stand zu halten. Hierzu leistet die Volkshochschule einen wesentlichen Beitrag“, würdigte Bürgermeister Andreas Deidert die Arbeit die Lecker Bildungseinrichtung aus gutem Grund: Die Volkshochschule besteht 60 Jahre. In kleinem Kreise wurde dieser Geburtstag im Rathaus gefeiert.

Der Leiter der Volkshochschule, Karl Werner, nahm die Gäste mit auf eine Zeitreise. An dem Tag, an dem die tägliche Ausstrahlung der „Tagesschau“ begann, am 1. Oktober 1956, wurde in der damaligen Heimvolkshochschule der Volkshochschulverein Leck gegründet. Vorsitzender wurde der Rektor Jacob Johannsen. Nach neun Jahren trat Konrektor Peter Jensen in seine Fußstapfen. Gleichzeitig erhielt die Bildungseinrichtung den Namen Abendvolkshochschule (AVHS). Weil sich das Volumen in punkto Kurse und Finanzen immer mehr erhöhte, übernahm die Gemeinde Leck 1973 die Trägerschaft. Ab 1978 hielt Realschullehrer Friedrich Rehling die Zügel in der Hand. Es folgte der Umzug von der heutigen Grundschule in der Eesacker Straße ins Schulzentrum am Süderholz und die Integration der Theatergruppe „Plattdeutscher Ring“. „Mit Friedrich Rehlings Organisationstalent wurde Anfang der 80er-Jahre erstmals mit 94 Kursen die 2000er-Marke bei den erteilten Unterrichtsstunden überschritten“, erinnerte Karl Werner. Nach neunjähriger Amtszeit legte Friedrich Rehling die Leitung der AVHS in die Hände von Manfred Müller, dessen Nachfolger hieß ab Januar 1993 Axel Preuschoff. „Sein Verdienst ist es, die Weichen in Richtung Professionalität gestellt zu haben. Das Prädikat „Staatlich anerkannte Einrichtung der Weiterbildung“ wertet die Volkshochschule auch nach außen hin auf“, meinte Karl Werner. Dieses Prädikat darf nach Überprüfungen weiterhin geführt werden.

Karl Werner leitet die Bildungseinrichtung nun seit 21 Jahren. In dieser Zeit wurde seine Halbtagsstelle auf eine Ganztagsstelle erhöht. „Wir haben das Problem mit einem Kooperationsvertrag mit der Nordsee-Akademie lösen können“, erklärte der Redner. Die Arbeit der heutigen Volkshochschule habe sich verändert, sagte Werner und listete die Zusammenarbeit mit dem Haus der Jugend, der Gemeinschaftsschule und der Grundschule auf. „Wir stehen zu hundert Prozent hinter den offenen Ganztagsschulen.“

Eine große Herausforderung bedeute heute, jedem Neubürger die Möglichkeit zu geben, die deutsche Sprache zu erlernen und mehr über die deutsche Kultur zu erfahren. „Möglich ist das nur durch Flexibilität und großes ehrenamtliches Engagement aller Beteiligten“, betonte der Leiter. Das eigentliche Kapital der Volkshochschule seien vor allem die Kursleiter: „Mit Herz, mit Leidenschaft, mit fachlicher wie menschlicher Kompetenz verkörpern sie die Werte der Einrichtung und bestimmen unsere Qualität und Außenwahrnehmung!“ Er dankte für deren großartige Arbeit und überreichte den Kursleitern, die zehn, 20, 25 und 35 Jahre tätig sind, eine Ehrenurkunde. Blumige Grüße erhielten Barbara Nicolaisen, seinerzeit 27 Jahre Geschäftsführerin, sowie ihre Nachfolgerin Susanne Ingwersen für ihr fast zehnjähriges Wirken als Geschäftsführerin.

Gratulationen und Geschenke hatten der Bürgermeister und der Leiter der Gemeinschaftsschule an der Lecker Au, Holger Karde, mitgebracht. Deidert lobte ebenso das Engagement der Dozenten: „Ihnen ist es zu verdanken, dass unsere Volkshochschule so gut angenommen wird und einen hervorragenden Ruf genießt.“ Holger Karde verglich das Verhältnis zur Bildungseinrichtung mit einer Wohngemeinschaft und freute sich über die enge Zusammenarbeit.

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erstellt am 03.Okt.2016 | 14:37 Uhr

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