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Nordfriesland Tageblatt

30. September 2016 | 13:46 Uhr

Erweiterung geplant : Mehr Betten für das Niebüller Hospiz

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Das Wilhelminen-Hospiz hat das Grundstück „Bendix Andresen“ erworben und sich so die Option auf eine Erweiterung gesichert

Die Wilhelminen-Hospiz gGmbH hat – zu einem nicht näher genannten Preis – ein benachbartes Grundstück gekauft und sich damit die Option auf eine künftige Erweiterung der Bettenzahl um zwei oder drei ermöglicht. Das teilte Christen Tychsen, Geschäftsführerin des Wilhelminen-Hospizes, während der jüngsten Jahresversammlung des Hospizvereins mit.

Es handelt sich um die Fläche hinter dem Haupthaus Westersteig 6 mit dem von der Rathausstraße aus zugänglichen Fahrradgeschäft. Verkäufer ist Bendix Andresen, auf dem rund 1000 Quadratmeter großen Areal und in dem Gebäude betreibt der jetzige Pächter Peter Wollesen gleichfalls einen Fahrradverkauf- und Reparatur-Laden. Der Pachtvertrag läuft noch eine Weile, und es besteht kein Grund zur Eile, macht Christel Tychsen deutlich. „Wir haben das Grundstück erworben, sodass wir irgendwann über eine Erweiterung nachdenken können, die auch wirklich erforderlich ist.“ Es bestehe kein Zeitdruck, auch nicht für den jetzigen Pächter. „Es geht nicht gleich morgen los.“

Im Januar vor fünf Jahren hat das Wilhelminen-Hospiz im Westersteig 6 seine Türen geöffnet – und sich seither einen sehr guten Ruf bis weit über die Kreis- und Landesgrenzen hinaus erworben. Sieben Betten stehen Gästen zur Verfügung, die hier umsorgt ihren letzten Lebensabschnitt erleben. „Im Jahre 2015 waren wir fast durchgehend belegt“, berichtet Christel Tychsen und hebt hervor: „In Zukunft werden wir einen höheren Bedarf haben.“ Sie verweist damit auf den demografischen Wandel und mit dem Krebs auf eine Krankheit, die sich sehr ausbreite.

Das alte Geschäftsgebäude ist für die künftige Nutzung und die Schaffung neuer Plätze denkbar ungeeignet. Es wird – so sehen es die derzeitigen Planungen vor – abgerissen und einem Neubau weichen. Ein Neubau müsse sich optisch in das bisherige Ensemble integrieren.

Neben den Betreuungplätzen besteht aber auch ein erheblicher Bedarf an sogenannten Nebenräumen. „Derzeit fehlt uns beispielsweise ein Übergabezimmer“, so Christel Tychsen. Hospizleitung, Sozialarbeiter und sie selbst teilen sich zu Dritt ein Büro im Wilhelminen-Hospiz. „Das funktioniert derzeit auch noch.“ Dennoch geht es insgesamt eng zu. 22 hauptamtliche Mitarbeiter kümmern sich derzeit um die Gäste des Hauses, hinzu kommen die ehrenamtlich Tätigen.

Die Gelegenheit zu dem Grundstückskauf ergab sich unerwartet. Christel Tychsen: „Wir sind sehr froh und möchten nun in Ruhe planen.“

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erstellt am 23.Mär.2016 | 06:45 Uhr

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