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Nordfriesland Tageblatt

03. Dezember 2016 | 07:52 Uhr

150-Tage-Bilanz : „Mammut-Abitur“ mit 180 Abgängern

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Die Durchführung der Hochschulreife-Tests ist für FPS-Schulleiter Eckhard Kruse und seinen Kollegen diesmal eine besondere Herausforderung.

Anfang Dezember vergangenen Jahres und mitten im laufenden Schuljahr trat der 47-jährige Eckhard Kruse die Nachfolge von Manfred Wissel in der Leitung der Friedrich-Paulsen-Schule (FPS) an. In diesen Tagen hat Oberstudiendirektor Kruse mittlerweile 150 Tage an seinem neuen Arbeitsplatz hinter sich. Hat er sich eingelebt? Welche Herausforderungen stehen an?

Er sei freundlich und offenherzig empfangen worden, beschreibt er den ersten Eindruck von einem engagierten Kollegium, das sich in hohem Maße mit der Schule identifiziere. „Ich hatte einen guten Start in Niebüll“, fasst er zusammen.

Zu seinem Amtsantritt steht er einem Gymnasium mit 1100 Schülern vor, die von 75 Kollegen unterrichtet werden. Aus dem Sekretariat wird ihm vom Damentrio Jürgensen, Jordt und Hansen zugetragen, dass sich für den Schulanfang 2016/17 wieder ein starker, fünfzügiger Jahrgang mit 150 Sextanern angemeldet hat. Kruse sieht sich mit neun Wochenstunden Englisch und Latein gleich pädagogisch eingebunden, da ihn sein Kollege Karsten Gilzau organisatorisch unterstützt. Die Schule findet der neue Schulleiter in einem hervorragenden Zustand. Der jetzige Schulträger und dessen Vorgänger Amt und Kreis hätten ihre „Schularbeiten“ gemacht. Nachdem es die Europaklasse und die Internationale Klasse nicht mehr gibt, bahnt sich mit den gymnasialen Nachbarn aus Tondern ein neues Modell der Zusammenarbeit an. Es sei an eine Klassen-Partnerschaft unter den Oberstufen beider Schulen gedacht – und zwar mit Inhalten und Projekten, die von Kultur, Politik, Wirtschaft und Energie bestimmt sein werden. Was dabei an Produkten herauskommt, werde in englischer Sprache abgefasst. Weitere Kontakte sollen zur Kathedral-Skole, dem dänischen Gymnasium in Ribe, geknüpft werden. Wobei es sich bei dieser Verbindung um einen sprachlichen Austausch handelt – und die Dänen die deutsche Sprache und die einheimischen Schüler die dänische Sprache lernen sollen. Aus dem Niebüller Kollegium engagieren sich dessen Mitglieder Sinje Stein und Michael Christiansen für diese Neuerungen.

Und dann wäre da noch das bevorstehende Mammut-Abitur, zu dem 180 Abgänger aus G8 und G9 antreten werden. Die Durchführung dieses bislang in der 91-jährigen Schulgeschichte zahlenmäßig größten Abiturs stellte das Kollegium vor enorme Herausforderungen. Es müssen insgesamt 540 Klausuren von zwei Lehrkräften korrigiert werden, unter denen die Deutsch- und Englisch-Arbeiten besonders viel Zeit in Anspruch nehmen. Die mündlichen Prüfungen erstrecken sich über fünf Tage – in der einen Woche von Mittwoch bis Freitag, in der folgenden von Montag und Dienstag. Insgesamt wird mit 200 „Mündlichen“ gerechnet. Für die Lehrkräfte ein enormer Kraftakt. Und nachdem die Reifezeugnisse früher in der Aula und Schulturnhalle überreicht wurden, reicht in diesem und nächsten Jahr auch die Südtondernhalle nicht aus. So wird für die Entlassfeier der Abiturienten mit Hilfe von Elternvertreter Marius Petersen ein großes Zelt angemietet, das auf dem Marktplatz aufgestellt wird. In diesem Zelt soll dann auch die Abi-Fete steigen.

Oberstudiendirektor Eckhard Kruse ist ein wahrlich arbeitsreicher Start an der FPS beschert. Kollegen wie Karsten Gilzau und Frank Gehrmann stehen dem „Neuen“ hilfreich zur Seite. Eckhard Kruse sieht in Niebüll eine gute Zeit vor sich. Beruflich wird er jetzt ein Niebüller. Familiär bleibt er ein Bredstedter, zumal seine drei 10- bis 14-jährigen Kinder dort bleiben, wo sie eingeschult wurden.

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erstellt am 25.Apr.2016 | 11:43 Uhr

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