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Nordfriesland Tageblatt

08. Dezember 2016 | 03:10 Uhr

Kita bietet eine Betreuungsstunde mehr

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Die Gemeindevertretung in Ladelund beschäftigte sich auf ihrer jüngsten Sitzung mit der Kindertagesstätte und dem Haushalt 2012

Die Strukturen der Kindertagesstätte Ladelund ändern sich etwas – das hat die Gemeindevertretung in ihrer jüngsten Sitzung beschlossen. Gemeindevertreter Lutz Martensen gab als Mitglied des Kindergartenausschusses bekannt, nach jetzigem Stand der Planung stünden der Kita nach den Sommerferien 65 Plätze zur Verfügung. Allerdings müssten voraussichtlich nur 51 Kinder betreut werden. Der Ausschuss schlage vor, die altersgemischte Gruppe in eine fünf Plätze umfassende Gruppe für die qualifizierte Tagespflege umzuwandeln, für die der Einsatz von nur einer Fachkraft ausreiche. Die Gemeindevertretung stimmte dem Vorschlag einstimmig zu, so dass sich für das Kindergartenjahr 2016/17 folgende Gruppenstruktur ergibt: zwei Regelgruppen mit je 20 über drei Jahre alten Kindern, eine zehn Kinder unter drei Jahren umfassende Krippengruppe mit Kindern und eine qualifizierte Tagespflege mit fünf Plätzen. Die Änderung der Betriebserlaubnis muss beim Kreis Nordfriesland noch beantragt werden.

Ferner habe die Kindertagesstätte bei den Eltern eine Umfrage bezüglich der gewünschten Öffnungszeiten am Freitag gestartet. Da elf Eltern für eine Verlängerung plädiert hatten, empfehle der Ausschuss, die Einrichtung ab dem 1. August 2016 freitags von 7 bis 14 Uhr zu öffnen, eine Gebührenanpassung aber lediglich für die tatsächlichen Nutzer der zusätzlichen Öffnungszeit vorzunehmen. Die Gemeindevertretung akzeptierte diesen Ratschlag einstimmig, so dass künftig freitags zwischen einer Betreuungszeit von 7 bis 13 oder 14 Uhr gewählt werden kann. Für die Nutzung der ab 1. August 2016 zusätzlich ermöglichten Betreuungsstunde wurde eine Gebühr von 5 Euro festgesetzt. Außerdem wurde in die Gebührensatzung aufgenommen, dass von Montag bis Donnerstag zusätzliche Betreuungsstunden gebucht werden können, für die ein Betrag von 4,50 Euro pro Stunde für Kinder unter drei Jahren und von 3 Euro für Mädchen und Jungen über drei Jahren zu entrichten sein wird.

Auch der Haushalt 2015 stand auf der Tagesordnung der Gemeindevertreter. Einstimmig genehmigt wurden Haushaltsüberschreitungen in Höhe von insgesamt 163  297 Euro. Von diesen entfielen rund 71  000 Euro allein auf finanztechnische Buchungen von Vorjahresabwicklungen. Die übrigen Überschreitungen bezogen sich unter anderem auf Schulkostenbeiträge (rund 11  900 Euro), Betriebskostenzuschüsse für auswärtige Kindergärten (gut 5000 Euro), die Unterhaltung von Schwarzdecken (8500 Euro) und die Anschaffung des zweiten Bürgerbusses (20  500 Euro netto)

Nach der mit der Gewinn- und Verlustrechnung in der Privatwirtschaft zu vergleichenden Ergebnisrechnung ergab sich 2015 ein Jahresverlust in Höhe von 51  259,43 Euro, gegenüber der Haushaltsplanung eine Verbesserung um 208  440,57 Euro. Letztere ist unter anderem zurückzuführen auf die im Jahre 2015 erhaltene Fehlbetragszuweisung für das Jahr 2013 sowie auf Mehrerträge bei der Gewerbesteuer und höhere Zuweisungen und Erstattungen für den Kindergarten. Nach Abzug der Fehlbetragszuweisung ergab sich für das Jahr 2015 ein struktureller Fehlbetrag von 87  259,53 Euro. Die Finanzrechnung schloss mit einem Minus 10  811,28 Euro ab, wodurch sich der Kasssenkredit der Gemeinde auf 150  777,90 Euro erhöhte. Die Bilanzsumme sank mit dem Jahresabschluss auf 4  374  980,10 Euro ab. Der Schuldenstand belief sich auf 857  774,06 Euro, wobei die geplante Kreditaufnahme für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses auf 2016 verschoben wurde.

Bürgermeister Rüdiger Brümmer erinnerte daran, dass ein Beschluss über die Windeignungsfläche an der Landesstraße 245 (Richtung Achtrup und Karlum) bereits vorliege. Es sei geplant, den Standort eines Windstromaggregates um 20 Meter zu versetzen. Eventuell sei aber für die Standortverschiebung die Zustimmung der Gemeindevertretung Ladelund erforderlich. Diese fasste deshalb vorsorglich den „Vorratsbeschluss“, ihren Bürgermeister zu ermächtigen, erforderlichenfalls die Zustimmung zu erteilen.

Da der Ladelunder „Gewerbeweg“ sehr reparaturbedürftig ist und die Anlieger ihre Ausbaubeträge bereits geleistet haben, fasste die Gemeindevertretung den einstimmigen Beschluss, den Weg mit einem Kostenaufwand von voraussichtlich 42  000 Euro in Asphalt und mit Regenrinne auszubauen.


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erstellt am 05.Jul.2016 | 17:03 Uhr

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