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Nordfriesland Tageblatt

04. Dezember 2016 | 15:23 Uhr

Niebüll : Jubiläum für das „Dorf“ in der Stadt

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Rund 14.750 Übernachtungen im Jahr: Seit mittlerweile 15 Jahren nimmt die Jugendherberge in der Mühlenstraße erfolgreich Gäste auf.

Die Jugendherberge Niebüll war schon immer etwas Besonderes. Vor 64 Jahren wechselte sie aus der Funktion des Deezbüller Armenhauses in die der Jugendherberge und war wegen ihres Flairs als einzige reetgedeckte Herberge in Deutschland von Wanderern aus aller Herren Länder besonders geschätzt. Genau vor 15 Jahren im Juni entstand dann aber jener Neubau in der Mühlenstraße, der dank der architektonischen Anordnung der einzelnen Gebäude wieder etwas Besonderes ergibt: ein kleines Dorf für die Jugendlichen und andere Gäste.

Verbunden ist die Niebüller Jugendherberge mit dem Namen Robert Wahrenburg. Er war der erste Herbergsvater in Deezbüll. Erste Herbergsmutter im Neubau wurde Anja Rosengreen. Seit November 2011 ist es Sabrina Kosinska. Die „Neue“ ist nach kurzem Anlauf in Niebüll angekommen – heimisch und vor drei Jahren Mama ihres Töchterchens Ida geworden und hat ihre „Wanderer“ längst in ihr Herz geschlossen. „Obwohl jeder bei uns willkommen ist, sind Familien mit Kindern unsere liebsten Gäste.“ Das wurden während des letzten Winters auch die vorübergehend untergebrachten jungen Flüchtlinge, mit denen sich trotz anfänglicher Sprachschwierigkeiten ein herzliches Miteinander entwickelte. Zwei Drittel der Herbergsgäste sind Familien geblieben.

Die Herberge mit den gemütlichen Hütten ist längst ein Teil der Stadt – und auch von daher eine Besonderheit, weil die nordfriesischen Inseln, die Nordsee, das Königreich Dänemark und das Natur- und Familienbad Wehle quasi vor der Haustür liegen und Ziele wie Flensburg, Schleswig und Husum nicht fern sind.

Für Gäste, die in der Herberge einchecken, stehen 128 Betten zur Verfügung – in 38 Zwei- bis Sechsbett-Zimmern und teilweise mit eigener Dusche und WC. Hinzu kommen sechs Tages- und Clubräume, zwei kleinere Gemeinschaftsräume und eine große Freizeithalle für eine Vielzahl von Aktivitäten. Behinderten und Rollstuhlfahrern kommt die flache Bauweise entgegen. Und: Inklusion ist bei Sabrina Kosinska und ihren Mitarbeitern gelebte Praxis. Behinderte Menschen sind willkommen und gerngesehene Gäste. Alle zwei Jahre gibt es auf dem Areal das Inklusions-Musikfestival „InBeat“. Es gilt als bundesweit einmalig.

Die Herberge ist ein Erfolgsmodell: Während im ersten Jahr des Niebüller Neubaus bereits 6955 Übernachtungen gezählt wurden, stieg die Zahl schnell auf über 12  000 an. Aktuell liegt der Jahresdurchschnitt bei 14  750 Übernachtungen.

Wer in der Jugendherberge Urlaub macht, macht auch Urlaub von heimischer Küche. Er kann Vollpension und eine abwechslungsreiche und gesunde Kost genießen – frisch, lecker und „typisch Jugendherberge Niebüll.“

Das Jubiläum der Einrichtung in der Niebüller Mühlenstraße wird laut Herbergsleiterin Sabrina Kosinska nicht im großen Umfang gefeiert werden. „Ich plane aber ein Sommerfest mit Gästen.“

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erstellt am 24.Jun.2016 | 06:00 Uhr

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