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Nordfriesland Tageblatt

29. März 2017 | 13:18 Uhr

Jazzklänge zur Open-Air-Predigt

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Beim Gottesdienst im Karlumer Wald präsentierte sich der neuformierte Posaunenchor Ladelund in Bestform

Als Platz der Veranstaltung wurde der „Freiluftdom zu Monte-Carlum“ ausgewählt, wie scherzhaft die Schneise des Karlumer Waldes bezeichnet wird. Dort feierten die beiden von Pastor Hans-Joachim Stuck betreuten Kirchengemeinden Ladelund und Karlum einen fröhlichen Gottesdienst. Und dass solche Open-Air-Veranstaltungen beliebt sind, bewiesen die vielen Teilnehmer jeglicher Altersgruppen. In Windeseile mussten noch zusätzliche Sitzbänke herbeigeschafft werden.

Musikalisch unterstützt wurde die Feierstunde vom Posaunenchor Ladelund unter der Leitung von Dr. Ilse Kjer, der es zu verdanken ist, dass die Bläsergruppe nach achtjähriger Pause wieder aktiv geworden ist und sich – nach Aufnahme neuausgebildeter Blasmusiker – seit zwei Jahren nun wieder öffentlich zu präsentieren traut. Der Leiter des Bläserchores, Mirco March, fehlte krankheitsbedingt beim Gottesdienst, wurde aber durch Ilse Kjer souverän vertreten. Deshalb gelang es dem inzwischen stark verjüngten Chor – einwandfrei intonierend und per Tuba und Helikon mit starker Bassstimme aufwartend – sich in Hochform zu zeigen. Er wartete mit freien, wie auch choralgebundenen Vor- und Zwischenspielen alter und zeitgemäßerer Komponisten auf und begleitete die von den Versammelten gemeinsam gesungenen Lieder.

Thematisch wies die Veranstaltung zwei Schwerpunkte auf. Zum einen fand die Taufe eines Kleinkindes statt, dessen Familienangehörige in großer Anzahl erschienen waren. Zum anderen legten die „Wölflinge“ des örtlichen Stammes der Christlichen Pfadfinder öffentlich das Versprechen ab, helfen zu wollen, die Natur zu erhalten, dem Frieden zu dienen und sich für die Gemeinschaft, in der sie leben, nach Kräften einzusetzen. Gudrun Jessen-Hansen erläuterte ihnen den Pfadfindergruß und dessen Bedeutung, ehe sie den nunmehr offiziell als Pfadfinder aufgenommenen Jugendlichen ihre Tücher für Pfadfinderkluft aushändigte. Dies geschah am Vortag des Aufbruchs der Gruppe zu einer Reise nach Norwegen.

Vor der Taufe durften alle Kinder helfen, das leere Taufbecken mit Wasser zu füllen, indem sie dieses becherweise aus einem Bassin schöpften und „anlieferten“. Nach vollzogener Taufe wurde den Paten des Täuflings eine hübsche „Taufkerze“ überreicht. Als viele Monate tätig gewesene Betreuerin der Wölflinge wurde Ingeburg Redlefzen durch Pastor Stuck feierlich verabschiedet.

Der Predigt wurde ein Spiel zum Thema „Hoffnung“ vorangestellt, das mehrere Mädchen der Pfadfindergruppe eindrucksvoll darstellten. Gedanklicher Schwerpunkt der Predigt war das – wiederum von Pfadfindern angespielte – „Gleichnis von den anvertrauten Talenten“ nach der Überlieferung durch die Evangelisten Lukas und Matthäus. Es mahnt dazu, die von Gott erhaltenen Gaben nicht verkümmern zu lassen, sondern nach Kräften zu nutzen. Nach dem musikalischen Ausklang der Feierstunde in Form eines sich an Jazzklänge anlehnenden Bläsersatzes wurde es allen Besuchern freigestellt, noch in geselliger Runde beisammen zu bleiben und bei kühlen Getränken zwanglosen Klönschnack zu pflegen, oder sich auf den Heimweg zu begeben. Der sommerlichen Hitze und der Mücken wegen wählten die meisten die zweite Variante, wobei viele mit Lob nicht sparten: „Das war wirklich mal wieder ein schöner und lebendiger Gottesdienst.“

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erstellt am 26.Jul.2016 | 11:34 Uhr

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