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Nordfriesland Tageblatt

06. Dezember 2016 | 09:22 Uhr

Interview : „Ich bin keine Poetin“

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Bei der „Offenen Bühne“ am 30. April tritt die Flensburgerin Kerstin Bogensee erstmals in Niebüll auf

Heute, Sonnabend, beginnt im Ratskeller in Niebüll wieder die „Offene Bühne“. Jürgen Lüders hat eine spannende Auswahl getroffen: Das Saxophon-Quartett „Meerklang“ orientiert sich am Sound der Nordsee: mal ruhig und freundlich, aufbrausend, überschäumend und voller Wucht, dann wieder geheimnisvoll und überraschend. Einen solchen Eindruck von wechselnden Stimmungen möchte „Meerklang“ beim Auftritt im Ratskeller erzeugen. Die Stücke geben eine vielseitige klangliche Bandbreite wieder: Eine klassische Fuge von Bach, ein Choral sowie Blues und Klezmer gehören ebenso in das Programm, wie Jazz-Standards und Evergreens. Auch Tango, Filmmusik und Popsongs, häufig selbst arrangiert und auf die eigene Besetzung zugeschnitten, werden präsentiert. Aus Tondern ist die Gruppe Fool’s Paradise zu Gast. Fool’s Paradise wurde 1999 durch Detlef Kapteina gegründet. Der Mix aus Acid- und Symphonic-Rock ist überraschend und klingt poppiger, als man denken könnte. Zuvor kommt eine junge Liedermacherin auf die Bühne. Kerstin Bogensee, gebürtige Flensburgerin, hat ihre Premiere in Niebüll.


Frau Bogensee, man kennt Sie in Nordfriesland als Support von Soulbands und Sopranistin des Vokalensembles Voicetime. Wozu wollen Sie jetzt noch eigene Lieder vortragen?
Kerstin Bogensee: Um ehrlich zu sein: Es kam aus mir heraus. Ich bin keine Poetin oder jemand, der immer schon gedichtet hat. Bislang war der Gesang mein Thema.

Das lässt vermuten, dass Ihre Texte sehr persönlich sind?
Durchaus. Ich schreibe über alles, was mich berührt, oft Alltägliches oder Zwischenmenschliches, fasse eigene Beobachtungen in Worte.


Gibt es trotzdem einen thematischen Schwerpunkt, zum Beispiel Liebe?
Im weitesten Sinne vielleicht, auf jeden Fall berührt mich der Aspekt der Nächstenliebe, also füreinander da zu sein.

Da scheint der „Zeitgeist-Blues“, wie einer Ihrer Songs heißt, der passende Titel zu sein …
Der Name sagt es. Im Lied ,Ohne Dich‘ wird ein Verlust positiv interpretiert – das Leben geht immer weiter.

Eher ein nachdenkliches Liederprogramm oder täuscht das?
Sowohl als auch. Grundsätzlich eher ruhig, aber es gibt auch leichte Kost.

Haben Sie ein Vorbild?
Musikalisch gesehen Joan Baez – obwohl ich ganz anders singe und spiele.


Obwohl Sie ja als Soulröhre viel Erfolg haben.
Nun ja, ich bin offen für alles, habe als Kind in Chören und in Opern gesungen, war später Frontfrau bei Rockbands und komme nun zu meinen Wurzeln.

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erstellt am 30.Apr.2016 | 06:15 Uhr

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