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Nordfriesland Tageblatt

01. Juli 2016 | 04:45 Uhr

Dagebüller verleihen Ehrenamtspreis : Hohe Auszeichnung für Melf Paulsen

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Der zum vierten Mal verliehene Ehrenamtspreis der Gemeinde Dagebüll ging an den ehemaligen Vorsitzenden des Heimatvereins.

Wer hatte den Preis verdient? Auch in diesem Jahr verlieh die Gemeinde Dagebüll auf ihrem Bürgerempfang ihren Ehrenamtspreis. Und Träger dieser Auszeichnung wurde diesmal Melf Paulsen (78) aus dem Ortsteil Waygaard. Den Preis überreichte der stellvertretende Bürgermeister Kurt Hinrichsen. „Als Maurer hat er mit seinem Handwerk viel für die Gemeinde getan“, hieß es in der Laudatio. Hinrichsen listete eine Reihe von Projekten wie das Backhaus auf der Gabrielswarft, das Hans-Momsen-Haus und das Fischerboot auf. Melf Paulsen war 14 Jahre Vorsitzender des örtlichen Heimatvereins, je fünf Jahre bürgerliches und ordentliches Mitglied der Gemeindevertretung und in mehreren Ausschüssen tätig. Melf Paulsen in seinen Dankesworten: „Was ich für die Gemeinde getan habe, geschah nicht, um diese Ehrung zu bekommen, sondern weil ich Spaß und Freude daran hatte und es gerne gemacht habe. Ich bin aber auch denen dankbar, die mir Anregungen gaben und mir bei allem geholfen haben.“

Hans Otto Meier stellte das „gedruckte Gedächtnis“ der Gemeinde vor. Damit war die Chronik gemeint, von der es bereits zehn Bände gibt und weitere sieben geplant sind. Meier ist Autor dieser Reihe, die er selbst recherchiert hat. „Es wäre schön, wenn sie jede Familie hätte“, sagte er. „Weil ja vieles in Vergessenheit gerät“, fügte er hinzu.

Als erste Kümmerin der Gemeinde stellte sich Luise Block vor, die ihren Dienst zu Beginn dieses Jahres angetreten hat. Sie ist bekannt aus ihrer Tätigkeit im Kirchenbüro und ausgebildete Altenpflegerin sowie Betreuerin Demenzkranker. „Dann kam die Gemeinde an mich heran. Und jetzt bin ich Ansprechpartnerin für Mitbürger und deren Sorgen, Nöte und Anliegen.“

Bürgermeister Hans Jürgen Ingwersen begrüßte zum Bürgerempfang 100 Dagebüller, die bei wechselhaftem Wetter den Weg in das Gemeindehaus gefunden hatten. Er stellte ihnen vier junge Syrer vor, die seit November in Dagebüll leben, in einem ehemaligen Ferienhaus am Westerschinkeldeich wohnen, dort von dem Patenehepaar Gisela und Manfred Grüter betreut und bemuttert werden. Es sind zwei Brüderpaare aus verschiedenen Familien in Damaskus und Kasaka: Audy und Amin (beide 24) sowie Mahmud (13) und Rashid (16). Die beiden „Lütten“ gehen in Niebüll zur Schule, die beiden Großen sind Kfz-Mechaniker oder wollen das Handwerk noch lernen. Audy bedankte sich in seiner Muttersprache für die freundliche Aufnahme in Dagebüll. Mahmud übersetzte den Dank. Alle vier sind dabei, Deutsch zu lernen. Die Gemeinde Dagebüll lädt zu einem syrischen Abend für den 26. Februar (19 Uhr Gemeindehaus) ein – und sucht weitere Paten.

Bürgermeister Ingwersen berichtete über Neuigkeiten, Veranstaltungen und Termine in der Gemeinde, die das öffentliche und kulturelle Leben bestimmen. Zu den lokalen Ereignissen zählten der Zusammenschluss der drei Feuerwehren, die Einweihung der neuen Feuerwache und die Anschaffung zweier Feuerlöschfahrzeuge. Als größeres Ereignis nannte er die Einweihung des Hans-Momsen-Hauses, maßgeblich dem unermüdlichen Hans-Werner Paulsen aber auch der Verlegerwitwe Friede Springer für die finanzielle Unterstützung zu verdanken.

Am Osterdeich wurde ein Bürgerwindpark eingeweiht und ein weiterer im Juliane-Marien-Koog eingeschaltet. Dagebüll ist mittlerweile im Internet anzuklicken. Am Haffdeich wurde der erste Spatenstich für das neue Schöpfwerk „als Einstieg in Dagebülls Zukunft“ gefeiert. Ingwersen kündigte den Beginn der Deichverstärkung an, die voraussichtlich bis 2018 dauern wird – und für mindestens zwei Jahre auch den Verzicht auf Badefreuden am Strand bedeute. „Wir denken über Alternativen fürs Baden in Dagebüll nach“, tröstete der Bürgermeister und empfahl, im Internet zu surfen, wo alles über die Dagebüller Großbau-Maßnahme drinstehen wird.

Nach den offiziellen Worten gab es leckere Suppe und reges Geplauder unter den Dagebüllern, die auf dem Heimweg strahlender Sonnenschein begleitete.

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erstellt am 31.Jan.2016 | 19:15 Uhr

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