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Nordfriesland Tageblatt

07. Dezember 2016 | 21:19 Uhr

Sport : Handballer golfen für die Hospize

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Beim Benefiz-Turnier des Golfclubs Hof Berg mit den Spielern der SG Flensburg-Handewitt kamen knapp 3000 Euro zusammen.

„Es war ein Super-Tag, wir hatten richtig Spaß“, sagt Anders Eggert. Damit meint der Publikums-Liebling der SG Flensburg-Handewitt vier vergnügliche Stunden auf der Anlage des Golfclub Hof Berg in Stadum. Diese verbringen 16 Spieler und der Trainer des Handball-Champions-League-Siegers von 2014 für einen guten Zweck – zugunsten des Wilhelminen-Hospiz in Niebüll und des Katharinen Hospiz am Park in Flensburg. Fast 3000 Euro kommen bei dem Charity-Turnier auf der 18-Löcher-Anlage zusammen. Grund zur Freude also bei der Spendenübergabe für Christel Tychsen, Leiterin des Niebüller Hospizes, und Birgit Rath-Röhlk, im Katharinen Hospiz verantwortlich für den Ambulanten Jugend- und Kinder-Hospizdienst. Dessen Mitarbeiter und viele Angebote beider Häuser sind dringend auf Spenden angewiesen, da deren Kosten nicht von den Kassen übernommen werden. „Daher freuen wir uns sehr über diese Unterstützung“, sagt Birgit Rath-Röhlk.

„Menschen, die schwer kranken Kindern und ihren Familien helfen, unterstützen wir gerne“, betont Anders Eggert. Doch der dänische Linksaußen und leidenschaftliche Hobby-Golfer gibt zu: „So gerne lasse ich ein so ernstes Thema nicht an mich heran. Ich brauche ein fröhliches Leben. An Tagen wie diesen wird mir aber bewusst, was für ein Geschenk es ist, gesunde Kinder zu haben“, sagt der Papa der beiden kleinen Mädchen Alma und Nora.

Glücklich und geborgen aufzuwachsen – das wünscht auch SG-Trainer Ljubomir Vranjes jedem Kind. „Jedes Mädchen und jeder Junge sollte diese Chance bekommen. Besonders kranke Kinder brauchen schöne Erlebnisse, dafür leisten die Hospiz-Mitarbeiter einen wichtigen Beitrag, großen Respekt dafür vom gesamten Team“, sagt der Erfolgstrainer.

Einziger Schönheitsfehler des für alle Seiten Gewinn bringenden Benefiz-Turniers ist das Wetter. „Einige haben sich ganz schön lustig darüber gemacht, dass ich ohne Regenkleidung gekommen bin. Schon an den ersten beiden Löchern bin ich richtig nass geworden“, sagt Anders Eggert. Da kommen der heiße Kaffee, der an Loch 15 serviert wird, und das Aufwärmen am Grillstand, an dem sich die Handball-Profis zusammen mit den Golfclub-Startern nach der Runde, die als Scramble gespielt wird, gemeinsam stärken und aufwärmen, gerade recht.

Für die SG ist die härteste Phase der Vorbereitung nach dem Trainingslager in Schweden abgeschlossen. Das Team von Ljubomir Vranjes wird kommenden Mittwoch bei der Saison-Eröffnungs-Pressekonferenz die Ziele für die neue Spielzeit formulieren. Viele Olympia-Teilnehmer werden allerdings fehlen. Auch Anders Eggert wollte jetzt eigentlich in Rio sein: „Ich habe fünf Wochen gekämpft, um fit für Olympia zu werden. Doch mein Körper und meine Seele brauchten nach dieser harten Saison einfach eine Pause.“ Doch so traurig wie befürchtet ist der Däne darüber nicht: „Ich schaue mir sogar die Spiele an, und ich habe mal richtig Zeit für meine Kinder.“ 

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erstellt am 11.Aug.2016 | 18:41 Uhr

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