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Nordfriesland Tageblatt

02. September 2014 | 06:22 Uhr

Gesang zu Ehren Noldes

vom

Aus Anlass des 145. Geburtstags machte sogar der Festivals-Chor Station in Seebüll

Neukirchen | In der Nolde Stiftung Seebüll gibt es das ganze Jahr hindurch Sehenswürdigkeiten zu bestaunen, aber nur zweimal im Jahr haben Besucher die Möglichkeit, die letzten Ruhestätte des großen Expressionisten und seiner ersten Frau, Ada Nolde, zu betreten.

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"Wir öffnen die Grabstätte nur zum Geburtstag und Todestag von Emil Nolde", erklärt der stellvertretende Direktor der Stiftung, Dr. Christian Ring, während der Veranstaltung anlässlich Noldes 145. Geburtstags am 7. August. "Denn es soll ein Ort der Ruhe sein."

Der Bunker sei einst zum Schutz der Bilder während des zweiten Weltkriegs errichtet worden, erzählte der stellvertretende Direktor. Als einziger Schmuck bei den sterblichen Überresten des Künstlerehepaars ist ein Mosaik Noldes aufgestellt, welches er 1912 nach einem von ihm selbst gefertigten Holzschnitt aus dem Jahre 1906 anfertigte.

Sehr lebhaft ging es derweil im Garten und Museum der Stiftung zu. Am Vormittag führte Obergärtner Andreas Weber mehr als 40 Besucher durch den biologisch bewirtschafteten Garten in Seebüll, der dem Expressionisten die Inspiration zu vielen Werken lieferte. Die ersten Pflanzen setzte der Künstler noch selbst, später soll er für die Gartenarbeit einen Fachmann eingestellt haben. Auch die Anordnung der Beete legte Nolde selbst fest: Vom Fenster des ehemaligen Wohnhauses aus lassen sich in den Formen der beiden mittig gelegen Beete die Buchstaben A und E erkennen - die Initialen von Ada und Emil Nolde.

Besondere Begeisterung rief bei den Besuchern der Festival-Chor des "Schleswig-Holstein Musik Festivals" hervor, der während seiner Anreise nach Föhr einen kurzen Zwischenstopp in der Noldestiftung einlegte. "Es ist das erste Mal, dass wir so etwas machen", erzählte die Geschäftsführerin des Musikfestivals, Susanne Neubacher. 55 Mitglieder aus zehn Nationen sangen zu Ehren Noldes im Garten des Künstlers. "Ich finde es wundervoll, dass hier so viele Nationen vertreten sind", schwärmte Dr. Ring, "denn Nolde hat selbst zahlreichen Reisen unternommen."

Am Nachmittag führte Mechthild Gransow durch die aktuelle Ausstellung der Stiftung, deren Schwerpunkt Emil Noldes Zeit in der Südsee gewidmet ist.

"Es ist erst das zweite Mal, dass wir dieses besondere Programm anlässlich des Geburtstags anbieten, und ich freue mich, dass wir diesmal mehr Highlights anbieten konnten als im letzten Jahr", zeigte sich Dr. Ring mit dem gelungenen Festtag und den über 550 Besuchern sehr zufrieden.

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von van
erstellt am 10.Aug.2012 | 03:59 Uhr

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