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Nordfriesland Tageblatt

03. Dezember 2016 | 16:47 Uhr

Gemeinde sorgt für freie Sicht zur Stele

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

In der Raiffeisenstraße kann eine neue Gewerbehalle entstehen – jedoch nur westlich des Flurstücks unweit der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte

Bürgermeister Rüdiger Brümmer wusste bei der jüngsten Gemeindevertretersitzung im Kirchspielkrug viel Neues zu berichten. Nach Absprache mit dem Landesbetrieb für Straßenbau werde zu Beginn des kommenden Jahres an der Kreuzung der Landesstraßen L  245/L  1 ein roter Markierungsstreifen aufgetragen. Dieser solle die Verkehrsteilnehmer verstärkt auf den Gefahrenbereich der Kreuzung hinweisen.

Der in Ladelund geborene und heute in Lübeck lebende Lehrer i.R. und Schriftsteller Dieter Alpheo Müller habe für die Pflege des Dorfarchivs einen Betrag in Höhe von 1000 Euro gespendet.

Auf Nachfrage beim Amt Südtondern sei festgestellt worden, dass die Gemeinde für die „Alte Meierei“ keine Glasversicherung abgeschlossen habe, sodass sie einen Fensterglasbruch selbst habe tragen müssen. Aufgrund der bislang sehr wenigen angefallenen Schadensfälle vertraten die Gemeindevertreter den Standpunkt, eine Glasversicherung sei nicht lohnenswert. Deshalb verzichteten sie auch weiterhin darauf, einen derartigen Vertrag abzuschließen.

Des Weiteren listete der Bürgermeister über 50 Termine auf, die er seit der vorausgegangenen Sitzung für seine Gemeinde dienstlich wahrgenommen hatte.

Sodann hatten die Versammelten sich mit dem Bebauungsplan Nr. 15 der Gemeinde Ladelund zu befassen, der die Errichtung einer Gewerbehalle in der Raiffeisenstraße betrifft. Wie hierzu ausgeführt wurde, beabsichtigt ein ortsansässiger Zimmereibetrieb auf dem Flurstück 310 den Neubau einer Gewerbehalle. Diese solle auf der westlichen Seite des Grundstücks entstehen, damit die freie Sicht von der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte zur nördlich von dieser aufgestellten Stele erhalten bleibt.

Das vorgesehene Gebiet war im Zuge der 7. Änderung des Flächennutzungsplanes der Gemeinde Ladelund bereits als „gemischte Baufläche“ dargestellt worden. Zwischenzeitlich erfolgte die frühzeitige Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange nach Vorschrift des Baugesetzbuches. Die frühzeitige Bürgerbeteiligung hatte unmittelbar vor Beginn der Sitzung der Gemeindevertretung stattgefunden. Ellen Jappsen vom Husumer Planungsbüro Jappsen-Todt-Bahnsen erläuterte eingehend den Entwurf des Planes und dessen Begründung sowie die eingegangenen Stellungnahmen und Anregungen. Danach billigte die Gemeindevertretung den Plan für das Gebiet westlich der Raiffeisenstraße und nördlich des Feuerwehrgerätehauses sowie die Begründung der Maßnahme einstimmig und beschloss, den Entwurfs- und Auslegungsbeschluss öffentlich bekannt zu machen.

Aufgrund einer veränderten Rechtsprechung sah sich die Gemeindevertretung gehalten, zu ihrer Satzung über die Erhebung einer Hundesteuer den 3. Nachtrag zu beschließen. Die bisherige Regelung, einen Hund allein wegen seiner Rassenzugehörigkeit als „gefährlich“ einstufen und deshalb für ihn einen erheblich erhöhten Steuersatz anwenden zu können, wurde aufgehoben. Es wird aber weiterhin möglich sein, das Halten „gefährlicher“ Hunde im Sinne des Paragrafen des Hundegesetzes mit einem erhöhten Satz zu besteuern, aber nur, wenn die Gefährlichkeit des Hundes im Rahmen einer Prüfung aufgrund eines konkreten Anlasses festgestellt wurde. Seitens der Verwaltung wurde darauf aufmerksam gemacht, dass für Bedarfsgemeinden bezüglich der Haushaltskonsolidierung gefordert wird, eine jährliche Hundesteuer in Höhe von mindestens 120 Euro zu erheben. Andernfalls würden bei der Berechnung der Bedarfszuweisungen die nicht ausgeschöpften Einnahmen in Abzug gebracht. Dessen ungeachtet sprachen sich die Ladelunder Gemeindevertreter dafür aus, die Hundesteuer nicht anzuheben.

In der Einwohnerfragestunde wurde darum gebeten, die Einladungen zu Sitzungen der Gemeindevertretung auch auf der Internetseite der Gemeinde zu veröffentlichen.

Heftig geklagt wurde über Hundebesitzer, die sich – trotz reichlich vorhandener Entsorgungsmöglichkeiten – nicht um die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner kümmern. Eventuell sei es hilfreich, seitens der Gemeinde wieder einmal in einem Rundbrief auf das Fehlverhalten hinzuweisen.

Ein Einwohner erkundigte sich, ob sich die Gemeinde an einer Petition gegen die Erhebung von Straßenausbaubeträgen beteiligt habe. Bürgermeister Brümmer verneinte dies, wies aber darauf hin, dass, wenn eine Reaktion erforderlich sei, diese dann gemeinsam mit allen Gemeinden über die Amtsverwaltung erfolgen sollte.

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erstellt am 02.Nov.2016 | 12:11 Uhr

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