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Nordfriesland Tageblatt

24. Mai 2016 | 23:31 Uhr

Dagebülls Weg in die Zukunft : Gemeinde hofft auf Förderung

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Erholungsort im Wandel: Der Campingplatz soll verlegt und Möglichkeiten für Kurzparker geschaffen werden.

Im Zuge der Deichverstärkung wird auch der Ortsteil Dagebüll sein Gesicht weiter verändern. Mit dem Bau von Ferienhäusern ist das zum großen Teil bereits geschehen. Mit der Verlegung des Campingplatzes und des Schöpfwerks, einem überdachten Schlechtwetterangebot für Urlauber und Badegäste sowie Parkgelegenheiten für Kurzparker sind weitere einschneidende Veränderungen geplant, denen sich noch private Initiativen anschließen könnten.

Wer nach mehreren Jahren nach Dagebüll heim- oder zurückkehrt, wird den Ortsteil Dagebüll-Hafen nicht wiedererkennen. Jetzt bereits nicht und in zwei drei Jahren schon gar nicht. Die Gemeinde nutzt die sich durch den Deichbau ergebenden Möglichkeiten zu strukturellen Veränderungen, ist in dem Millionending finanziell mit dabei.

Bürgermeister Hans-Jürgen Ingwersen bezifferte die Gesamtinvestitionen mit vier Millionen Euro, an denen die Gemeinde mit fast der Hälfte dabei sein dürfte. Der Bereich Badestelle soll etwa 1,6 Millionen Euro verschlingen. Für die Verlegung des Schöpfwerks rechnet sie mit einer Beteiligung von 200  000 Euro. Allerdings erwartet die Gemeinde eine Förderung. Die Rede sei von 60 Prozent.

Exakt ins Detail konnte der Bürgermeister noch nicht gehen, weil die Planer ihre Teilnahme an einer interfraktionellen Runde absagen mussten. Bürgermeister Ingwersen nannte daher nur stichwortartig einige der geplanten Schritte: So sollen der jetzige Campingplatz in die Nähe der jetzt entstehenden Ferienhäuser verlegt, ein Haus des Gastes errichtet und in Hafennähe Möglichkeiten für Kurzparker geschaffen werden.

Die Hafenstöpe erhält für den Kfz-Verkehr eine Breite von 4,50 m und für Fußgänger eine solche von 2,50 m, während die Durchfahrt für den Schienenverkehr unverändert bleibt. Über den Umfang, Verlauf und Stand der Maßnahmen wird unter dem Stichworte „Zukunft Dagebüll“ übers Internet informiert, das etwa Anfang Mai angeklickt werden kann.

 

Standpunkt

Anspruchsvolle Ziele

„Zukunft Dagebüll“. Dieses Motto, das der Homepage des Nordsee-Erholungsorts vorangestellt ist, klingt wie ein Versprechen. Über Jahrzehnte träumte die kleine Gemeinde vor sich hin und war lediglich mit einigen weniger überörtlichen Funktionen ausgestattet,  wie etwa als Endpunkt der Kleinbahn Niebüll-Dagebüll, als Hafen für die Inseln Föhr und Amrum und  als Badestelle. Das hat sich in jüngerer Vergangenheit geändert. Durch die Fusion mit Fahretoft und Waygaard ist Dagebüll größer geworden, wenngleich noch nicht vollends zusammengewachsen. Dank unternehmerischer Initiativen hat sich die Infrastruktur verbessert – und die Bebauung brach liegender Flächen für eine Belebung des Ortsteils Dagebüll-Hafen gesorgt. Jetzt kommt eine Großbaumaßnahme hinzu. Im Sog der Deichverstärkung   stehen weitere Veränderungen des Ortsbildes bevor. Allerdings müssen Tagesgäste aus dem Hinterland um Niebüll und Leck  für mindestens eine Badesaison auf den Strand verzichten. Doch danach haben sie ihre beliebte „Badewanne“ in der Nordsee wieder und erleben Dagebüll als ein völlig anderes Dorf, das sich  mit  „Zukunft Dagebüll“ anspruchsvolle Ziele gesetzt hat.    

 

 



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erstellt am 24.Mär.2016 | 06:00 Uhr

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