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Nordfriesland Tageblatt

10. Dezember 2016 | 11:47 Uhr

Klixbüll : Gelungener Showabend für das Hospiz

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Rund 400 Gäste kamen in die Klixbüller Reithalle, um sich die einstudierten Hunde- und Pferdedressuren anzuschauen

Der gesamte Erlös kommt dem Hospiz in Niebüll zu Gute: Unter dem Motto „Ein Abend für das Wilhelminen-Hospiz“ fand in der Reithalle in Klixbüll ein großer Showabend für die ganze Familie mit zahlreichen Attraktionen statt. Motor der Veranstaltung ist zum vierten Mal Erika Büther, selbst leidenschaftliche Reiterin, die sich seit vielen Jahren ehrenamtlich für die Hospizbewegung engagiert.

In dem gastgebenden Ehepaar Patricia Mulder-Jürgensen und Helge Jürgensen fand sie gleich Mitstreiter, die nicht nur ihre Halle mit dem ganzen Gelände zur Verfügung stellten, sondern sich auch noch voll in die Organisation einbrachten. Und das tüchtige Trio sollte mit 400 Zuschauern voll besetzten Rängen belohnt werden.

Durch das Programm als Moderatorin führte Birgit Hansen, Reittrainerin beim RuFV Südtondern in Leck. Verschleierte Blumenmädchen verteilten zunächst Rosen an die Damen im Publikum zu dem Song „The Show must go on...“. Den gerittenen Show-Auftakt zu Pferde vollzog dann Erika Büther selbst, zusammen mit Sabine Christiansen. Ihre Liebe zu den Pferden demonstrierte Katja Hunold aus Dänemark, nahe Tinglev, zunächst mit ihrem Engajado Hengst. Stets mit einem freundlichen Lächeln im Gesicht ließ sie ihren Hengst einen Decke aufrollen, Fußball spielen, durch einen Reifen und über eine Kiste springen, um anschließend ohne Trense noch eine Dressur zu reiten. Im zweiten Teil legte Katja Hunold mit ihrer dreier Pferde-boy-group nochmals mit einer tollen Show nach. Nur mit lächelnden Worten verstand sie es, ihre Pferde – wiederum ohne Trense oder Zügel – zu allerlei atemberaubenden Bewegungen zu animieren. Die Vierbeiner hatten ebenfalls sichtlich Freude an der liebevollen Arbeit mit ihrer Trainerin.

Trotz Ausfall ihres verletzten Pferdes „Uqueiro“ zeigte Dressurreiterin Lotta Hinz mit einem Ersatzpferd in einem improvisierten Schaubild gemeinsam mit Kunstturnerin Nadine Kierspel, dass Reiten und Turnen zusammengehören können. Internationales Flair kam durch die Dressurreiterin Susanne Hirsch auf, Bereiterin bei Markus Waterhues auf Hof Norwegen in Angeln. Mit ihrem selbst ausgebildeten irischen Sportpferd „Ballustree Bualadh Bos“ hat sie bereits zwei Meistertitel in Irland gewonnen. Das Paar ritt zur Musik von Liam O`Connor auch in Klixbüll eine brillante Dressur.

Nach dem Motto „Schwanensee auf vier Pfoten“ zeigten 16 Damen mit ihren Hunden verschiedener Rassen von der Hundeschule Mona Paulsen aus Bosbüll, wie „chillen auf hundisch geht“, so die Moderatorin. Neun Vierbeiner davon hatten gerade erst ihre Prüfung bestanden. Aber gehorsam und geduldig machten alle die Show-Figuren ihrer Führerinnen mit, was einen wahren Beifallssturm ihrer Fans auslöste.

Zu einer Geschichte „Wenn ich einmal groß bin “ kamen zwei Ponys zu der legendären Immenhof-Melodie „Trippel - Trappel - Pony “ in die Halle und erzählten virtuell, was sie genauso machen wollten, wie die Schleswiger Kaltblutpferde vom Frieslandhof und Olenhof. Unter der Leitung von Beate Lück zeigten sich die gutmütigen Kaltblüter als Spring-, Dressur-, Kutsch- und Voltigierpferde. Und auch Spiele konnten die Kinder auf und mit ihnen gemeinsam machen, sogar Sackhüpfen. Ihre ganz eigenen Art Theater und Tanz ohne Worte miteinander zu verbinden, zeigte Clown Ada. Wie manches Mal im wahren Leben (das Gesicht nach außen hin lächelnd, obwohl man sich innerlich zerrissen fühlt) verstand sie es pantomimisch, gegensätzliche Emotionen zu demonstrieren.

Rasant ging es anschließend bei den sechs Gespannfahrern aus Nordfriesland und Schleswig-Flensburg zu, darunter auch die Hausherren Johann und Helge Jürgensen. Jeweils drei Einspänner und Pony-Zweispänner absolvierten mit viel Geschick einen Hindernisparcours. Die Rasanz toppen konnte noch Karl-Heinz Gehrt aus Dänemark mit seiner Quadriga. Mit seinem von vier rassigen Pferden gezogenen römischen Kampfwagen fuhr er im gestreckten Galopp durch die Halle, so dass der Sand nur so auf staubte.

Mit einem ganz anderen Schaubild begeisterten Sandra und Jörg Hamann als „Fafnir Fjoers“ die Gäste. Mittels eine Feuerjonglage zauberten sie faszinierende Bilder in die abgedunkelte Halle. Zum Schluss stellten sich nochmals die Akteure, die allesamt ohne Gage auftraten, gemeinsam dem applaudierenden Publikum. Dank zahlreicher Spender und Sponsoren konnte noch eine große Tombola mit fast 100 Preisen aus 2500 verkauften Losen an den Mann oder die Frau gebracht werden. Die gestifteten Geldpreise wurden direkt an das Wilhelminen-Hospiz weitergeleitet.

Christel Tychsen vom Wilhelminen-Hospiz saß unter den Zuschauern auf der Tribüne und freute sich: „Ich bin begeistert, was hier auch die Beine gestellt worden ist und die tolle Resonanz!“
 

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