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Nordfriesland Tageblatt

09. Dezember 2016 | 10:46 Uhr

Frischer Schwung für defekte Sachen

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Beim Mitmachtag im Charlottenhof wurde gebastelt und repariert – anfangs nur vor wenigen Besuchern

Reparieren statt wegwerfen, gemeinsam basteln, um alte Dinge in Schwung zu bringen: Rund um den Charlottenhof war am Sonnabend-Nachmittag jede Menge los. Den Mitmachtag hatte sich Lena Stevens (Freiwilliges Kulturelles Jahr) als Abschlussprojekt ausgedacht. Die große Hitze verhinderte zunächst den Zulauf, die Friesen waren wohl eher am Strand. Nicht so Bürgermeister Friedhelm Bahnsen, er kam mit Familie. Überall gab es Stände und Angebote.

Unter den Bäumen im Schatten wartete Uwe Kosa auf Kundschaft, er hat sich auf Fahrräder spezialisiert, arbeitet ehrenamtlich mit Flüchtlingen. Nicht weit von ihm entfernt war Michael Bendixen startklar, um Gartengeräte instand zu setzen. Drinnen waren weitere Experten in Aktion. Hauke Harder mühte sich erfolgreich, um einen alten Toaster zu reparieren. „Der Klemmmechanismus hat versagt. Nun geht es wieder.“ Die Besucherin zog glücklich von dannen. Und schon kamen die Nächsten: Sonja und Uwe hatten ebenfalls ihren Toaster mitgebracht. Einen Tisch weiter waren Hauke Lüders und Thorsten Mommsen damit beschäftigt, alte Rechner „wiederzubeleben“. Die Elektroniker durften sich auch an eine kleine Drohne wagen.

Während die Abteilung Technik es ruhiger angehen lassen konnte, war gleich gegenüber Emsigkeit angesagt. Monika Hirsch hatte richtig viel zu tun: Ihre Nähmaschine surrte durchgängig.

Im Stall waren Initiativen wie „Küste gegen Plastik“ zugegen. Hier hatte der Bürgermeister sein Erfolgserlebnis: Gabriele Konzok-Clausen, die Vorsitzende des Freundeskreises, verkaufte ihm eine nachhaltige Einkaufstasche. Natalie Kujawa vom Niebüller Kulturbüro hatte Überraschungstüten im Angebot: Fair gehandelte Leckereien.

Besucher, die nur zum Zugucken gekommen waren, labten sich am derweil Erdbeerkuchen, den Charlotten-Managerin Bärbel Nissen-Schütt gezaubert hatte.

Die Initiatorin Lena Stevens zeigte sich gelassen, war nicht enttäuscht. „Diejenigen, die es interessiert, waren da.“ Und am späteren Nachmittag nahm der Strom der Besucher zu. Immer nur Strand ist eben langweilig – unter den Gästen waren auch Touristen. Stevens hat am 31. August ihren letzten Tag; abends beim Konzert von „Mandowar“ wird dann Abschied gefeiert.

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erstellt am 06.Jun.2016 | 09:51 Uhr

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