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Nordfriesland Tageblatt

05. Dezember 2016 | 09:34 Uhr

FPS grübelt über PC-Raum-Betreuung

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Bei der Sitzung des Schulverbands zählten Digitalisierung und Barrierefreiheit in der Friedrich-Paulsen-Schule zu den Hauptthemen

Kaum ist das Schuljahr im Gange, da stehen schon die nächsten Ferien bevor. Oberstudiendirektor Eckhard Kruse gab in der 5. Sitzung des Schulverbands Südtondern einen Situationsbericht über seine Schule. Demnach sind an der Friedrich-Paulsen-Schule (FPS) zu Beginn des neuen Schuljahres 148 Sextaner eingeschult worden, die sich auf fünf Klassen verteilen. „Der demografische Wandel lässt auf sich warten“, kommentierte der Schulleiter die Entwicklung an der FPS mit ihren zurzeit 1060 Schülern, deren vorerst steigende Zahl die Kapazität der Schule tangiere. „Die Räume werden jedoch reichen“, versicherte er, „sind dann aber sattvoll.“

Zur Frage, wie behinderte Schüler ans Ziel in der Schule kommen, erklärte der Schulleiter, dass die FPS nicht barrierefrei sei. Dieses Probleme zu beheben sei nur teilweise möglich, wenngleich mit einigem Aufwand, wenn es etwa hoch zu den Büros der Schulleitung gehe. An der Mensa würden die Türen noch nachgerüstet, beim Aufgang zur alten Aula sei das aber nicht hinzukriegen. Wo es sich machen lässt, würden Hindernisse beseitigt – und ein Zugang für Rollstuhlfahrer hergestellt.

Die Digitalisierung, auf die „ministeriell“ größter Wert gelegt wird, macht auch vor der FPS nicht halt. Dem Zugang zu digitalen Medien wird die FPS durch Einrichtung eines PC-Raums gerecht. Doch zur Frage, wer sich um die Hardware kümmert, entspann sich eine lebhafte Diskussion, in der es hieß, hier gingen wertvolle Lehrerstunden verloren. In Tondern, wurde berichtet, habe man das Problem schon vor Jahren gelöst. Hier biete sich an, eine Kraft zu beschäftigen, für die es bereits ein Berufsbild gebe. „Wir sollten uns dort umsehen, wo es bereits läuft“, hieß es aus der Runde. Einen Hausmeister damit zu beauftragen, sei keine Lösung.

Ferner wurde die Personalversorgung der FPS angesprochen. Eine gut gepflegte und „up to date“ befindliche Homepage würde Kontakte herstellen und sei dazu geeignet, auf die Vorzüge der FPS hinzuweisen. Der Markt gebe zurzeit nichts her.

Als Mitglied der Verbandsversammlung wurde Lecks neue Bürgervorsteherin Sabine Detert willkommen geheißen und vom Verbandsvorsitzenden Ingo Böhm „mit Handschlag“ verpflichtet.

Die Verbandsversammlung wurde vom Leiter der Finanzabteilung des Amtes Carsten Thiesen mit aktuellen Zahlen versorgt, die zur Beratung und Beschlussfassung anstanden. Danach wurde die Eröffnungsbilanz des Schulverbandes mit einer Gesamtsumme von 7  915  390 Euro festgestellt. Neben der Bilanz wurde die Ergebnis- und Finanzrechnung für 2015 festgestellt und die Verwendung des Überschusses beschlossen. Dieser beläuft sich auf 77  447 Euro und wird der Ergebnisrücklage für das laufende Haushaltsjahr zugeführt. Der von der Versammlung abgesegnete Etat für 2017 geht im Ergebnisplan von Erträgen in Höhe von 1,97 Millionen und Aufwendungen von 1,86 Millionen Euro aus. Die 29 Gemeinden und die Stadt Niebüll erbringen eine Verbandsumlage von 1  313  000 Euro, 63  500 Euro weniger als für dieses Jahr. In die FPS wurden seit 2009 insgesamt 5,2 Millionen investiert. Durch Aufnahme von Krediten ergibt sich ein derzeitiger Schuldenstand von knapp 4,4 Millionen Euro.

Ein größeres Bauvorhaben wirft bereits seine Schatten voraus: der Neubau der Südtondernhalle. Beschlusslage ist, dass einer Sanierung der Halle ein Neubau vorgezogen wird, für den die Planungen anlaufen. Es soll eine Dreifeldhalle werden, für geschätzte 3,5 Millionen Euro, die sich Stadt und Schulverband im Verhältnis ein Drittel zu zwei Dritteln teilen. Voraussichtlicher Baubeginn nach Abbruch der alten Halle dürfte 2018 sein. Bevor es losgeht, ist eine Anliegerversammlung geplant.

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erstellt am 13.Okt.2016 | 09:59 Uhr

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