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Nordfriesland Tageblatt

08. Dezember 2016 | 09:04 Uhr

Erfreuliche Zahlen für Süderlügum

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Die Gemeinde verzeichnet stattliche Mehreinnahmen in der Gewerbesteuer – und bringt bereits die nächsten Bauprojekte auf den Weg

Mit dem Jahresabschluss 2015 und mehreren Bebauungsplänen beschäftigte sich die Süderlügumer Gemeindevertretung während ihrer 17. Sitzung im Feuerwehrgerätehaus. Dabei präsentierte der Finanzausschussvorsitzende Momme Jürgensen recht erfreuliche Zahlen, die fast alle über dem Planziel lagen. So wurde in der Ergebnisrechnung ein Jahresüberschuss von 254  680 Euro ausgewiesen, hauptsächlich durch Mehrerträge in der Gewerbesteuer (plus 375  000 Euro). Dadurch stiegen zwar auch die abzuführenden Umlagen, aber es konnten auch weitere Einsparungen verzeichnet werden. Deshalb bildete man eine neue Finanzausgleichsrückstellung von 140  000 Euro.

Aufgrund von geplanten, aber noch nicht getätigten Investitionen stellte sich die Finanzrechnung der Gemeinde um rund 1,1 Millionen Euro besser dar, sodass sich die liquiden Mittel auf gut 2 Millionen Euro belaufen. Bei einer auf gut 14,3 Millionen gestiegenen Bilanzsumme erhöhte sich auch das Eigenkapital auf gut 8,6 Millionen Euro (60,2 Prozent). Der Schuldenstand beläuft sich auf 585  830 Euro (4,1 Prozent) aus der seinerzeitigen Dachsanierung der Mehrzweckhalle, wo sich der Kapitaldienst aber aus den Erträgen der Photovoltaikanlage selbst trägt. Die Gemeindevertretung stimmte dem Jahresabschluss ebenso einstimmig zu, wie den angefallenen Haushaltsüberschreitungen, die sich neben der Deckung des Fehlbetrages von 79000 Euro aus 2014 und bilanztechnischer Buchungen hauptsächlich auf Schul- und Kindergartenkosten sowie Grunderwerbskosten bezogen. Aufgrund der guten Liquidität beschloss die Vertretung von der Schleswig-Holstein Netz AG ein Paket von 75 Aktien mit einem Barwert von 352  143 zu erwerben, für das eine jährliche Netto-Dividende von 2,73 Prozent garantiert wird und das eine Laufzeit bis zunächst 2021 hat. Lediglich Bendix Volquardsen enthielt sich der Stimme, da ihm zuvor nicht klar war, warum die SH Netz AG mehr Dividende an die Gemeinden zahlt, als sie voraussichtlich bei Kreditinstituten zahlen müsste.

Die verschiedenen Bebauungs- und Flächennutzungspläne in der Gemeinde erläuterte Falco Richter vom Flensburger Planungsbüro Plewa. Für den geplanten Bau einer Reithalle mit zusätzlichen Nutzungs- und Verkehrsflächen im Anschluss an die Hofstelle Wohlgetan gibt es einen Entwurfs- und Auslegungsbeschluss für das Gebiet südlich der Grenzstraße zwischen dem Ellhöfter Weg gelegen. Ebenfalls in dieser Phase der Bauleitplanung ist das Gebiet zwischen dem Hainweg und der Schulstraße im Westen sowie der B  5 im Osten als neues Sondergebiet für den Einzelhandel für die Errichtung eines Drogeriemarktes mit 700 Quadratmetern Verkaufsfläche sowie zugehörigen Stellplätzen im Zentrum der Ortslage an der B  5. Zu beiden Vorhaben erfolgten die Beschlüsse einstimmig.

Nur mehrheitlich entschied sich die Vertretung nach Prüfung der eingegangenen Stellungnahmen zum Satzungsbeschluss für das Gebiet südlich der Süderstraße und dem Ochsenweg, östlich der B  5 und beiderseits Maistoft und dem Süderweg. Hier will ein privater Investor in drei Gebäuden zwölf seniorengerechte Wohnungen mit 13 Stellplätzen bauen. „Das neue Gewerbegebiet an der B 5 ist abgenommen, es kann gebaut werden“, verkündete der Vorsitzende des Bau- und Planungsausschusses Hans Uwe Joldrichsen. Zahlreiche Interessenten seien bereits vorhanden. Auch für das neue Wohnbaugebiet am Westerhof gibt es bereits 14 Reservierungen. Dort ist eine Tiefdrainage verlegt worden und mit einer Fertigstellung wird Mitte September gerechnet, so Joldrichsen. Für die Straße wurde der Name „Blumenfenne“ vergeben. Zu beiden Baugebieten wird ein gemeinsames neues Regenrückhaltebecken gebaut.

Für die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses laufen die Planungsarbeiten, wie Bürgermeister Christian Magnus Petersen mitteilte. Und auch der Breitbandausbau innerorts geht weiter, wie er sagte. Dazu erfolgt Anfang November eine Info-Veranstaltung für die Bürger und mit einem Baubeginn wird im Frühjahr 2017 gerechnet. Für den Anschluss der Häuser in den Außenbereichen der Gemeinden der beiden Ämter Südtondern und Mittleres Nordfriesland ist ein Zweckverband gegründet worden, der entsprechende Fördergelder in Berlin beantragen wird.

Für die Immobilie des aufgelösten Schulstandortes Wimmersbüll ist ein Schulverein als Interessent vorhanden, freute sich der Bürgermeister, der von einem Top-Zustand der Anlagen sprach. Weiter lobte er die gute Arbeit der Mitarbeiten des gemeindeeigenen Bauhofes.

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erstellt am 27.Jul.2016 | 11:55 Uhr

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