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Nordfriesland Tageblatt

07. Dezember 2016 | 09:38 Uhr

Ministerin zu Besuch : „Entspannte Kinder lernen besser“

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Schulleiter Jan Lietzau stellte am Freitag der Bildungsministerin Britta Ernst das moderne Konzept der Grundschule an der Linde vor.

„Sie haben etwas zu zeigen, und das interessiert mich“, sagte die Ministerin für Schule und berufliche Bildung Schleswig-Holstein, Britta Ernst. Am Freitag nahm sie sich einen Vormittag lang Zeit und informierte sich über die Grundschule an der Linde – einer Schule mit Modellcharakter.

Regelmäßig tourt die Ministerin durch die Schullandschaft im nördlichen Bundesland. Pünktlich und sichtlich neugierig kam sie aus diesem Grund auch in die Lecker Grundschule. „Ich habe gern Ihre Einladung angenommen“, sagte Ernst zur Begrüßung. Die Einladung stammte noch vom ehemaligen Bürgermeister Rüdiger Skule Langbehn. Der neue Verwaltungschef, Andreas Deidert, freute sich nun über das Kommen der Ministerin und begründete gern die große Umbaumaßnahme vor über zwei Jahren: „Das Gebäude war in einem beklagenswerten Zustand. Da musste etwas getan werden, und damit hatten wir die Möglichkeit, die Schulkonzeption mit einer räumlichen Infrastruktur zu unterstützen.“

Auf einen funktionellen Neubau habe man verzichtet, dafür rund 4,7 Millionen Euro bei der grundlegenden Sanierung verbaut. „Für unsere Schüler wollen wir nur das Beste und dass alle gute Voraussetzungen zum Lernen haben“, meinte Deidert. Jetzt sei die Grundschule mit seinem pädagogischen Konzept ein Riesengewinn für den ganzen Bereich der Karrharde.

„Wir haben hier Raum, um eine inklusive Schule zu haben. Und das ist uns gelungen“, dankte Schulleiter Jan Lietzau, und er vergaß nicht die gute Zusammenarbeit mit dem Schulamt wie auch mit der Förderschule Südtondern. „Die Gemeinde leistet Unheimliches! Wir haben Rahmenbedingungen, die über die Schulsanierung hinausgehen“, listete er Beispiele wie auch die Anschaffung von Smartboards auf.

Früher habe es geheißen „Ich und meine Klasse“, heute gelte der Spruch „Wir und unsere Schule“, führte Jan Lietzau auf die innovativen Veränderungen zurück. Diesen Innovationen könne sich keiner entziehen.

Fast enthusiastisch erläuterte er das neue Profil der Schule unter Einbindung von Schulassistenzarbeit und einer Erzieherin zur Koordination des Übergangs vom Kindergarten zur Grundschule. „Wir wollen, dass sich die Kinder in der Schule wohlfühlen, dazu brauchen sie eine positive Lernatmosphäre“, sagte der Schulleiter und hob immer wieder heraus: „Entspannte Kinder können besser lernen!“

Beim Rundgang durch die Schule konnte sich Ministerin Britta Ernst von all dem selbst überzeugen. „Ich bin freundlich. Ich bin leise. Ich arbeite zielstrebig.“ Diese drei Schulregeln kleben an der Flurtür und zauberten ein Aha-Schmunzeln auf das Gesicht der Ministerin.

Zielstrebig ging es in die Lounge, in der Lehrkräfte entspannt Gespräche führen können und die Jan Lietzau als „Keimzelle für Ideen“ pries.

Der Betreuungsbereich, das Lernbüro für Kinder, die vorübergehend Hilfe benötigen, die Bücherei und Aula fanden Zustimmung bei dem Gast aus Kiel. Auch den Schülern in den Klassenzimmern schaute Britta Ernst über die Schulter. „Die Räume sind sehr beeindruckend. Man sieht, dass guter Unterricht auch von der Ausgestaltung abhängt und diese auch die Zusammenarbeit der Lehrkräfte unterstützt“, sagte die SPD-Politikerin und lobte weiter: „Die Schule vermittelt eine sehr konzentrierte und gleichzeitig entspannte Atmosphäre. Die Inklusion wird als Selbstverständlichkeit im pädagogischen Konzept gelebt.“ Am Ende zog die Ministerin aus Kiel ein durchweg positives Fazit: „Schule und Schulträger haben viel getan. Hier sind Menschen, die wissen, wie man eine Modernisierung vorantreibt“.

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