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Nordfriesland Tageblatt

10. Dezember 2016 | 08:03 Uhr

Umzug : Endlich mehr Platz für die Polizei

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Ab dem 1. Juni sind die Ordnungshüter in Leck im Rathaus zu finden. Das Land hat 50 000 Euro Baukostenzuschuss beigesteuert.

„Es ist für beide Parteien eine Win-Win-Situation: Die Polizei hat mehr Platz, wir haben die Sicherheit im Haus und das Rathaus ist belebt“, freut sich Bürgermeister Andreas Deidert über seinen neuen Untermieter. Am 31. Mai zieht die Polizeistation vom Schafmarkt in das Amtsgebäude in der Marktstraße. „Das wird richtig schick“, blickt der Leiter, Polizeihauptkommissar Max-Günther Erichsen, positiv in die Zukunft.

Die Räumlichkeiten in der Polizeistation am Schafmarkt reichten seit gut drei Jahren für die Beamten nicht mehr aus. Grund war die Auflösung der Polizeistation in Süderlügum, deren zwei Dienstposten Leck zugewiesen wurden, und hinzu kam die Aufstockung um weitere zwei Beamte. Von ehemals zehn Leuten verrichteten seither also 14 Beamte ihren Dienst in Leck. Es wurde einfach zu eng. Deshalb machte sich das Gebäudemanagement Schleswig-Holstein nach Alternativen auf die Suche.

Im Gespräch waren das alte Bahnhofsgebäude, ein anderes Haus in der Hauptstraße und schließlich der nordöstliche Flügel im Rathaus. Die Verhandlungen für letzteres Objekt begannen vor gut einem Jahr. Man wurde sich einig, was eine Umstrukturierung im Hause nach sich zog: Die im Obergeschoss beheimatete Redaktion des Nordfriesland Tageblatts musste ihre Sachen packen. Die neue Adresse war eine alte, denn der Umzug erfolgte in das Gebäude am Markt neben dem Kino, wo die Redaktion bereits früher viele Jahre untergebracht war. Im Rathaus hatte das Finanzamt das Erdgeschoss (rechts vom Bürgerbüro) belegt, zog vor kurzem eine Etage höher und machte damit Platz für die Polizei. Was unangetastet bleibt, ist das Bürgerbüro und der Verwaltungstrakt im Obergeschoss.

Um die Anforderungen der Polizei zu erfüllen, musste die Gemeinde einige Umbauarbeiten erledigen. Im Dachgeschoss wurden beispielsweise Umkleideräume und Duschen für Frauen und Männer sowie zwei Bereitschaftsräume eingerichtet. Im Erdgeschoss finden auf mehr als 190 Quadratmetern die Wache, acht Büroräume, ein Sozialraum mit Teeküche und ein Warteraum Platz. Fußböden und Decken wurden erneuert, die Elektrik angepasst und eine neue Schließanlage installiert.

Auf dem Außengelände Richtung Dünenstraße sind zudem drei Garagen für die Einsatzfahrzeuge der Polizei entstanden. Die genauen Kosten konnte der Bürgermeister nicht nennen: „Wir haben einen Baukostenzuschuss des Landes in Höhe von 50  000 Euro erhalten und bestimmt noch einmal die gleiche Summe draufgelegt.“

Das Gebäudemanagement Schleswig-Holstein als Partner der Polizei wird morgen die Bauabnahme vornehmen. Nächste Woche rücken dann die technischen Voraussetzungen (zum Beispiel für die Kommunikation) in den Fokus, für die die Polizei verantwortlich zeichnet. Insgesamt präsentiert sich die neue Station hell, frisch und freundlich. Die Vorteile des neuen Domizils preist Max-Günther Erichsen: „Wir haben endlich genügend Platz, vor dem Haus gibt es ausreichend Stellplätze, und alles ist ebenerdig, also von den Bürgern bequem durch den Haupteingang zu erreichen.“ Und noch etwas macht ihn glücklich: „Wir dürfen den kleinen Sitzungssaal mitnutzen, wenn es erforderlich ist.“





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erstellt am 11.Mai.2016 | 12:18 Uhr

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