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Nordfriesland Tageblatt

09. Dezember 2016 | 20:32 Uhr

Niebüll : Ein Park als Zeichen der Partnerschaft

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Städtefreundschaft mit Malmesbury soll der englische Landschaftsgarten in Niebüll aufpoliert werden.

Im Tümpel treibt eine leere Bierdose, die Bänke sind schmuddelig, Farbe blättert von Holzpfosten ab. Auf einer Wiese steht ein heruntergekommenes Häuschen, die Gedenktafel an einem Baum ist zerkratzt. Der Malmesbury-Park in Niebüll macht derzeit einen etwas verwahrlosten Eindruck. Die Stadtvertreter wollen das ändern.

„Verschönerung des Malmesbury-Parks aus Anlass des 40-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft“ hat die CDU-Fraktion ihren Antrag betitelt, der am Donnerstagabend in der Stadtvertretersitzung diskutiert wurde. Der Park soll wieder einladend auf Anwohner und Touristen wirken: Vorgeschlagen wurde beispielsweise, englische Blumen, alte Steine und Hinweisschilder aufzustellen – „und überhaupt einen Hinweis auf die Besonderheiten der 40-jährigen Partnerschaft“. Außerdem regte die CDU-Fraktion an, großflächige Fotos zu platzieren, um einen Eindruck von Malmesbury zu vermitteln. Eine Ortsbesichtigung im Park mit dem Verein Städtepartnerschaften, Vertretern von Stadtmarketing, Bauhof, Kinder- und Jugendbeirat sowie Anwohnern solle der Ideen-Findung dienen. Finanzierbare Vorschläge sollten „möglichst bald“ umgesetzt werden.

Schmucke Einfamilienhäuser mit gepflegten Vorgärten, in denen Rosen blühen, prägen das Bild rund um den Malmesbury-Park. Umso augenfälliger ist der Kontrast zum Park selbst, der im Stil englischer Landschaftsgärten konzipiert wurde. Dabei gehört es zum Konzept, der Natur ihren Lauf zu lassen. Doch auch wenn der Park unter diesem Gesichtspunkt noch passabel wirkt, könnten Details verbessert werden. Darin waren sich alle Stadtvertreter einig. Manche wollten den Antrag allerdings in einen größeren Zusammenhang stellen und dementsprechend abändern lassen.

„Irgendwie etwas zu spät“, sei sein erster Gedanke zum Antrag der CDU gewesen, sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende Thomas Uerschels. Er hätte es passender gefunden, zum 40. Jubiläum einen bereits verschönerten Park einzuweihen. Trotzdem unterstütze er den Antrag, weil dieser den Blick auch ganz allgemein auf die Städtepartnerschaften lenke. Zu diesen zählen neben Malmesbury (England) auch Gien in Frankreich und Ploty in Polen. Nur wenige Bürger wüssten das vermutlich. Die SPD-Fraktion schlage daher vor, den Malmesbury-Park zu einem Informationspunkt über alle Städtepartnerschaften Niebülls zu machen. Außerdem rege seine Partei einen „Tag der Städtepartnerschaften“ an, sagte Uerschels.

Angesichts von Terror und „Brexit“ forderte Ralph Hoyer (SPD) außerdem Solidaritätserklärungen mit Gien und Malmesbury. Sein Partei-Kollege Hendrik Schwind-Hansen wies zudem auf die starke Symbolkraft des Parks hin. Dieser mache Europa in Niebüll direkt erfahrbar. Auch daher sei es wünschenswert, den Park attraktiver zu gestalten.

Die Mitglieder des SSW sowie die Vertreterin des Kinder- und Jugendbeirats äußerten sich ebenfalls positiv zur Idee, den Park aufzupolieren. Grundsätzlich waren sich alle einig, dass etwas getan werden soll. Über die konkrete Umsetzung berät demnächst der Ausschuss für Umwelt und Wirtschaft.

 

 

 

 

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erstellt am 23.Jul.2016 | 06:30 Uhr

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