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Nordfriesland Tageblatt

29. August 2016 | 16:16 Uhr

Veränderungen in Dagebüll : Ein Badeort erfindet sich neu

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Ob Tribüne, Aussichtsplattform, Strandsauna oder Toilettenhaus: Dagebülls Umbaumaßnahmen beginnen im Sommer.

Der Nordseeerholungsort Dagebüll ist auf dem Weg, im Rahmen der Deichverstärkung beiderseits der Hafenmole sein Gesicht zu verändern. Im Sommer soll es losgehen – zuerst nördlich des Hafens, daran anschließend am Badedeich. In der 17. Sitzung der Gemeindevertretung unter dem Vorsitz von Bürgermeister Hans-Jürgen Ingwersen wurde umfassend über das Vorhaben informiert.

In den nächsten Tagen werden die Maßnahmen ausgeschrieben. Im Mai sollen die Angebote der Baufirmen vorliegen, sodass im Juni im Einklang mit den naturbedingten Schonfristen begonnen werden kann. Im Bau wäre dann bereits der Neubau des Schöpfwerks, das seinen Vorgänger, der vom Badedeich verschwindet, ersetzt. Im Zentrum der Baustelle befindet sich die zweiteilige Hafenstöpe: der südliche Teil für den Zug-, der nördliche (künftig nur sechs Meter breit) für den Straßenverkehr. Während der Bauarbeiten an der Stöpe wird der Verkehr in und aus Richtung Mole über einen Bypass geleitet.

Im Norden: Der Straßenzug Haffdeich wird um einen halben bis einen Meter verbreitert, als Einbahnstraße mit Halteverbot ausgewiesen und mit acht Straßenlaternen ausgeleuchtet. Vorgesehen ist auch die Verlegung einer Regenwasserleitung mitsamt einem Leerrohr für das Breitbandkabel. Die Deichseite der Straße erhält einen Zaun. Der Nordbereich endet auf Höhe des Hotels Alt-Dagebüll.

Der Deichtorplatz dient während der Bauarbeiten im Nordteil des Deiches als Lagerplatz für Baumaterialien. Danach erhält der Platz eine ebene Asphaltdecke. Über die weitere (touristische) Gestaltung soll 2017 entschieden werden. In Verlängerung der Straße Haffdeich wird auf dem Platz ein Stück Deichverteidigungsweg angelegt. Hinzu kommen Info-Tafeln.

Noch in diesem Jahr wird auf dem Deichtorplatz „in den Deich hinein“ eine Tribüne errichtet, die 200 Personen Platz bietet. In ihrer Mitte verläuft eine 4,5 Meter breite Treppe mit Geländer und separater Beleuchtung. Vorgesehen sind Bodenleuchten an den Bänken und Plätze für Rollstuhlfahrer. Auf der Deichkrone wird 2017 ein Weg mit einer Treppe zum Fährhafengebäude angelegt. Dieser Weg ist wegen der vorrangigen Belange des Küstenschutzes nicht behindertengerecht, erhält aber eine bodennahe Beleuchtung.

Der Süden: Die Überschlagsicherung des Deichs wird mit dem speziellen Verkalit-Stein hergestellt, der Deichkronenweg mit Betonpflaster. Der binnendeichs gelegene Veranstaltungsplatz erhält ebenfalls eine Verkalit-Pflasterung. Für die DLRG-Wache ist ein besonderer Platz vorgesehen – und in deren Nähe eine Sandkiste sowie ein Infostand. Von diesem Platz aus wird der Weg in Richtung Süden für die Badebuden verbreitert. In Höhe des Badestrandparkplatzes wird außen- und innendeichs eine behindertengerechte Rampe angelegt – und auf der Deichkrone eine bodennahe Beleuchtung. Vom Strandhotel, an dem eine Aussichtsplattform geplant ist, führt ein asphaltierter Weg hinunter zum Weg am Deichfuß.

Am Strand werden drei Ticket-Automaten aufgestellt, an der Jenswarft ein Toilettenhaus und am Deichfuß vier Treppen, die ins Watt führen. Die „Badeplatte“, künftig mit beidseitigem Geländer, wird etwas schmaler. Die Wasserleitungen für die sechs Duschen werden neu verlegt. Am Hundestrand ist eine zweite Sandkiste vorgesehen.

2017 und 2018 wird am Strand kein Badebetrieb möglich sein – vielleicht 2018 in eingeschränkter Form. In beiden Jahren können die Badebuden nicht aufgestellt werden. Nach Abschluss der Deichverstärkung wird sich an der Zahl der Buden nichts ändern. Verändern wird sich allerdings das Aufstellungskonzept. Überlegt wird auch, Service-Buden als Umkleidemöglichkeit und mit Schließfächern aufzustellen und möglicherweise Buden für die Vermietung an Urlauber. Eventuell soll auch eine Strandsauna bereitstehen. Eine weitere Überlegung ist der Badebus, der während der Bauphase zweimal täglich zwischen Dagebüll und Schlüttsiel pendeln könnte.

Die Gemeinde ist am touristischen Part des Gesamtprojekts finanziell beteiligt. Bürgermeister Ingwersen rechnet mit einem Kostenanteil von 1,9 Millionen Euro. Am neuen Schöpfwerk ist eine Beteiligung der Gemeinde von 250  000 Euro vorgesehen.

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erstellt am 10.Feb.2016 | 05:00 Uhr

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