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Nordfriesland Tageblatt

03. Dezember 2016 | 18:37 Uhr

Historie : Die Geburtsstunde der Grenze im Blick

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Als neues Recherche-Projekt will sich der Verein für Niebüller Geschichte mit der Volksabstimmung von 1920 beschäftigen.

Verkaufte Bücher, vergangene und künftige Projekte: Darüber wurde auf der Jahreshauptversammlung des Geschichtsvereins in der Begegnungsstätte gesprochen. Beate Jandt, 1. Vorsitzende, lieferte den Jahresbericht für das Jahr 2015 bis Mai 2016. „Unser Projekt „Niebüll im Nationalsozialismus“ endete im vergangenen Jahr erfolgreich mit dem Ausstellungsende im Richard-Haizmann-Museum am 3. Mai. Die Aufarbeitung dieses Themas wirkt bis heute in uns allen nach. Wir haben viel gelernt, haben uns mit Meinungen dazu auseinander setzen müssen, und das Thema hat uns auch sehr gefordert.“

Ein großer Erfolg: Wolfgang Raloffs Buch „Niebüll in der Zeit des Nationalsozialismus“ (Auflage: 900 Exemplare) wurde fast komplett verkauft. Im Februar haben Vorstand und Beirat beschlossen, den drei weiterführenden Schulen, der Friedrich-Paulsen-Schule, der Beruflichen Schule und der Gemeinschaftsschule je einen Klassensatz von 30 Büchern zu schenken. „Damit hat der `Verein für Niebüller Geschichte´ einen Beitrag zur Orts- und Regionalgeschichte geleistet“, so Jandt.

Im Verein ist es Tradition, dass alle fünf Jahre mit einem neuen Projekt begonnen wird. Ausgewählt wurde „Die Zeit der Abstimmung um 1920, die Ursachen und Folgen“. Dafür hat der Verein, nach einer Zusammenstellung von Wolfgang Raloff, alle noch fehlenden vorhandenen Zeitungsjahrgänge auf Mikrofilmen in Dortmund beim Pressearchiv geordert und bereits erhalten.

Eine weitere Neuerung gibt es: Im Oktober hatte der Verein beschlossen, ein Jahresheft herauszubringen. „Es wurde entschieden, dass der Titel dieses Jahresheftes „Niebüller Geschichtsblätter“ heißen wird“, berichtete die erste Vorsitzende. Nach den Sommerferien wird das Jahresheft nun herausgebracht, inhaltlich geht es um die Vereinsarbeit. Durch Spenden von Firmen wird die Erstellung finanziell unterstützt.

Niebüll in aller Munde: Für das Buch „Schleswig-Holstein historisch“ von Werner Scharnweber hat Beate Jandt dem Verfasser zwei Fotos mit alten Ansichten von Niebüll mit erläuterndem Text geschickt. In dem Buch gibt es 130 Ortsbeschreibungen von Städten, Dörfern, Inseln und so weiter. Es ist im Buchhandel erhältlich.

„Zum Schluss bedanke ich mich bei allen Mitstreitern für das gute Miteinander und die große Hilfsbereitschaft. Besucher sind uns allen sehr willkommen. Es wird alles versucht, auf deren Fragen im Archiv eine Antwort zu finden. Die Gäste sind auch eingeladen, an unserer gemütlichen Kaffeerunde am Mittwochnachmittag teilzunehmen. Es findet immer ein angeregter Austausch statt. Ich bedanke mich herzlich bei den Beiratsmitgliedern, die heute ausscheiden. Das sind Meike Geertz, Klaus-Dieter Thomsen und mein Ehemann Wolfgang Jandt, der sich mit seiner eigenen Lebensgeschichte befassen möchte und diese für sich und unsere Kinder aufschreiben will“, teilte Beate Jandt abschließend mit.

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erstellt am 25.Mai.2016 | 15:40 Uhr

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